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Wissenswelten Metropole Ruhr 2011: Wissensregion mit internationaler Strahlkraft

18.07.2011
Dortmund - Das Ruhrgebiet als Forschungslabor? Aus dem ehemaligen Motor der Industriegesellschaft ist inzwischen eine Wissensregion mit globaler Strahlkraft geworden.

Unter dem Motto "regional verankert - global vernetzt" gewährte am Freitag, 15. Juli 2011, die erste internationale Wissenschaftsmesse des Wissenschaftsforums Ruhr Zutritt in diese oft verborgenen Wissenswelten. Wo und zu welchen Themen Expertinnen und Experten im Ruhrgebiet forschen und wer die Partner der wissenschaftlichen Institute sind, das konnten die über 450 Besucher der "Wissenswelten Metropole Ruhr 2011" in der Dortmunder DASA Arbeitswelt Ausstellung herausfinden. Mehr als 40 Forschungsinstitute und ihre internationalen Kooperationspartner präsentierten in acht Themenlandschaften ihre Forschungsergebnisse, Vorträge und Diskussionen regten zu neuen Gedanken an. Zu den Tönen des Transorient Orchestras klang die Veranstaltung aus. Die Wissenswelten Metropole Ruhr wurden von der Stiftung Mercator gefördert sowie von der Wirtschaftsförderung Dortmund und der IHK zu Dortmund unterstützt.

NRW--Nordrhein-Westfalen-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, machten in ihren Grußworten die Bedeutung der Wissenschaft für die Region deutlich. "Zu den Markenzeichen der Metropole Ruhr gehört eine lebendige und gut vernetzte Forschungslandschaft: Hier arbeiten exzellente Forscherinnen und Forscher an den Antworten auf die globalen Herausforderungen wie der Klimawandel oder die wachsende Ressourcen- und Energieverknappung. Deshalb trifft das Wissenschaftsforum Ruhr mit dieser Messe genau den richtigen Nerv, weil die aktiven Netzwerke in dieser starken Region noch mehr Sichtbarkeit und Rückenwind bekommen. Wir sind schon heute einer der wichtigsten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte in Europa. Diese Rolle wollen wir weiter ausbauen und NRW und das Ruhrgebiet zu einer der fortschrittlichsten Regionen machen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Die anschließenden Impulsvorträge von Prof. Helga Nowotny, Präsidentin des European Research Councils, und Prof. Franz-Josef Radermacher, Vorstand des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, beleuchteten die Bedeutung des Zusammenspiels sozialer und technischer Innovationen bei der Bewältigung der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Isabel Rothe, Präsidentin der Bundessanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, zu der die DASA gehört, wies auf die Bedeutung der Ressortforschungseinrichtungen hin: "Forschung liefert wesentliche Grundlagen, um richtige Entscheidungen treffen zu können. Das gilt vor allem an der Schnittstelle zu Entscheidern und Politik. Zukunftsfähige Problemlösungen erfordern aber in der Regel multidisziplinäre Ansätze, und hier profitieren wir in NRW von einer dichten Wissenslandschaft. Umgekehrt ge-winnen Forschungsinstitute an Vorsprung, wenn sie bereits frühzeitig mögliche Folgen und Risiken neuer Technologien bei ihren Aktivitäten berücksichtigen können, um Fehlentwicklungen beispielsweise im Bereich Nanotechnologie oder Ambient Intelligence zu vermeiden." Inwiefern Wissen Zukunft schafft diskutierte am Abend das international besetzte Podium und stellte die Frage der regionalen Verantwortung von Wissenschaft in der Binnen- und Außenperspektive in den Mittelpunkt.

Wer am Nachmittag durch die Themenlandschaften spazierte, konnte unter anderem erfahren, wie Kinder ihre Umwelt wahrnehmen, welche Kombination aus geistigem und körperlichem Training im Alter vor Demenz schützt, wie Werbefilme der Dortmunder Brauereien aussahen oder wie nachhaltig die Forschungsinstitute der Region arbeiten.

Besucher konnten hier herausfinden, wie wir Arbeit prägen und wie Arbeit uns prägt, welche Rolle die Vergangenheit in der Gegenwart spielt und was wir aus der Geschichte lernen können. Außerdem gab es die Möglichkeit mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kontakt zu treten oder sich selbst einzubringen – beispielweise bei Diskussionen oder beim Nachhaltigkeitsquiz. Denn: "Gesellschaft braucht Wissenschaft und Wissenschaft braucht Gesellschaft. Deshalb haben wir mit dieser Veranstaltung ganz bewusst das Gespräch mit den Menschen und Institutionen dieser Region Ruhr gesucht", sagen Prof. Jürgen Howaldt und Prof. Dietrich Grönemeyer, Vorsitzende des Vereins Wissenschaftsforums Ruhr.

Vor sieben Jahren gegründet, hat der Verein in den letzten Jahren seine Mitgliederzahl vervierfacht - das zeigt das große Interesse der Forschungsinstitute, fachübergreifend neue Wege in der Wissenschaft zu gehen. Daher wurden auch die acht Themenlandschaften in Kooperation mit verschiedenen Mitgliedsinstituten interdisziplinär gestaltet. Ihre Themen: Arbeitswelt, Demografischer Wandel, Erinnerungskultur, Gesundheit für alle Lebensalter, Klima-Energie-Nachhaltigkeit, Migration-Integration-Interkultur, Soziale Innovation und Technologie.

Das Konzept, die regionale Forschung in all ihren Facetten anschaulich zu präsentieren und dabei den globalen Bezug darzustellen, hat auch die Förderer der Wissenschaftsmesse überzeugt. Die Wissenswelten Metropole Ruhr werden von der Stiftung Mercator gefördert sowie von der Wirtschaftsförderung Dortmund und der IHK zu Dortmund unterstützt. "Die Zukunft dieser Metropolregion wird davon abhängen, inwieweit sich die wichtigen Akteure in Kooperationen zusammenfinden: Die Bündelung von Kräften, der gemeinsame Auftritt und gemeinsames Handeln wird die neue Rolle dieses ehemaligen Industriegebietes in Deutschland und Europa bestimmen. Wissenswelten zeigt wie das geht. Die Messe präsentiert das Ruhrgebiet mit seinen Akteuren als innovativen Wissenschaftsstandort und zeigt das Potenzial, das in dieser Region vorhanden ist", erklärt Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, fügt hinzu: "Gerne beteiligen wir uns an den Wissenswelten, denn Dortmund ist ein erfolgreicher Wissenschaftsstandort in der Metropole Ruhr. Wissenschaft ist nicht nur Treiber für neue Innovationen, sondern auch ein erheblicher Arbeitsplatzgeber und Schrittmacher für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unserer Region."

Kontakt:
DASA Arbeitswelt Ausstellung
Monika Röttgen
Kommunikation / Marketing
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Tel.: 0231.9071-2436
E-Mail: roettgen.monika@baua.bund.de
http://www.dasa-dortmund.de
Wissenschaftsforum Ruhr
Dipl.-Ing. Heike Wulfert
Leiterin der Geschäftsstelle
Wissenschaftsforum Ruhr e.V.
c/o Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) Goethestr. 31, 45128 Essen
Tel.: +49 201 7204-251
Fax: +49 201 7204-111
Mobil: +49 178 3960351
E-Mail: heike.wulfert@wissenschaftsforum-ruhr.de
http://www.wissenschaftsforum-ruhr.de
Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftsforum-ruhr.de
http://www.dasa-dortmund.de

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