Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissensvermittlung und Lernen mit Web 2.0 in der industriellen Instandhaltung

07.08.2012
Forschungsprojekt des ISF München gestartet

Industrielle Instandhaltung ist einer der stärksten Wirtschaftszweige mit enormem Wertschöpfungspotenzial. Im Forschungsprojekt „Digitales Lernen in der Instandhaltung – DILI“ stellen sich Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam die Frage: Wie können moderne Web-2.0-Technologien die Fachkräfte der Instandhaltung bei ihrer Hightech-Arbeit unterstützen und Lernprozesse befördern? Entwickelt wird ein in den Arbeitsprozess integriertes Wissens- und Lernsystem für die Instandhaltungspraxis.

Industrielle Instandhaltung ist extrem wissens- und lernintensiv. Die Anforderungen an die technische Instandhaltung werden weiter zunehmen: durch die technologische Entwicklung, durch Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen (Umweltschutz, Arbeitssicherheit) und durch verschärften Wettbewerbsdruck. Wie können die Beschäftigten in der Instandhaltung auch künftig ihre zunehmend komplexer werdenden Arbeitsaufgaben bewältigen und mit den permanenten Lernanforderungen Schritt halten? Auf diese Frage will das Verbundvorhaben „Digitales Lernen in der Instandhaltung“ (DILI) Antworten liefern.

Qualifizierte Instandhaltungsarbeit basiert auf der Fachkompetenz und dem Erfahrungswissen der Instandhaltungs- und Servicefachkräfte, seien es die Produktionsmitarbeiter in der vorbeugenden Instandhaltung, seien es die Experten in der Instandhaltungsabteilung. Genau hier liegt der spezifische Ansatzpunkt des Projekts „DILI“: Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung eines Lern- und Wissenssystems, das an den realen, teamförmigen Arbeitsabläufen in der Instandhaltung ansetzt und sowohl bei aktuellen Problemlösungen hilft als auch erfahrungsgeleitete Lernprozesse und Kompetenzerwerb unterstützt.

Das zu entwickelnde Qualifizierungssystem setzt gezielt auf den Einsatz moderner Web-2.0-Technologien für die Instandhaltungspraxis und unterstützt informelle Lernprozesse in der Arbeit, ebenso wie es auch Anschlussmöglichkeiten an formelle, bedarfsgerechte Weiterbildungswege eröffnet.

Das Projektvorhaben DILI wird vom ISF München (Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.) koordiniert. Es startet mit den Unternehmen Premium AEROTEC GmbH und Profilator GmbH & Co. KG. Zum Projektverbund zählen zudem der Systementwickler Infoman Informationssysteme GmbH, die auf Service und Instandhaltung spezialisierte Seinschedt Service Consulting sowie das Institut PI (Institut für praktische Interdisziplinarität).

Die IG Metall unterstützt das Projekt als Transferpartner im Rahmen ihres F+E-Teams „Bildungsinnovation“ ebenso wie das Forum Vision Instandhaltung e.V. Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der EU gefördert und vom Projektträger im DLR „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ betreut.

Verbundkoordination:
PD Dr. Hans J. Pongratz
ISF München e.V.
Tel.: +49 89 27 29 21-0
hans.pongratz@isf-muenchen.de

Frank Seiß | idw
Weitere Informationen:
http://www.isf-muenchen.de/
http://www.dili-projekt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE