Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissensvermittlung auf die clevere Art

12.03.2012
Das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen bislang einzigartigen „MINT-Atlas 3-10 für Deutschland“ erstellt, der über eine neue Online-Plattform unter „www.znl-mintatlas3-10.de“ ab sofort eingesehen werden kann.

Dieser „Atlas“ beschreibt für ganz Deutschland pädagogisch wertvolle Angebote im MINT-Bereich für Kindergarten und Grundschule. Das Kürzel „MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bereiche also, in denen Kinder und Jugendliche oft Berührungsängste zeigen und deshalb, sowie wegen der aktuellen Diskussion über den Fachkräftemangel, mehr gefördert werden müssten.

„Kinder sollten auch ein Recht auf naturwissenschaftliche und technische Bildung haben“, sagt Dipl.-Soz.Päd. Maren Lau, die sich zusammen mit ihrer Kollegin, der Soziologin (MA) Vanessa Christoph, am ZNL einer wahren wissenschaftlichen Fleißarbeit gestellt hat. Über Monate recherchierten sie, entwickelten umfangreiche Fragebögen und werteten diese nach wissenschaftlichen Kriterien aus:

„Ziel unseres MINT-Atlas’ ist es, möglichst viele der institutionalisierten Projekte zu sammeln und zu beschreiben, die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren in ganz Deutschland fördern; entweder durch die direkte Arbeit mit Kindern oder durch im MINT-Bereich geschulte pädagogische Fachkräfte. Es gibt unglaublich viele gute Projekte, die jedoch nicht ohne Weiteres zu finden sind, hier ist unser Atlas ab sofort eine wertvolle Hilfe“, so Maren Lau weiter.

Die Soziologin Vanessa Christoph unterstreicht, dass die nun fertig gestellte Online-Plattform es Initiativen ermöglicht, ihre jeweilige Einzigartigkeit und ganz besonderen Stärken ihrer Projekte hervorzuheben: „Unsere Zielgruppen sind in erster Linie Pädagogen, Kindergartenfachkräfte, Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Verbänden, aber auch Eltern und andere an MINT-Angeboten Interessierte. Ihnen soll der MINT-Atlas die Chance geben, sich ausführlich über die beschriebenen Projekte zu informieren, um in Zukunft leichter individuell passende Angebote und Partner zu finden.“

Beide Wissenschaftlerinnen betonen, dass sie bei der Zusammenstellung der Angebote klar definierte Gütekriterien angewandt haben: „Uns war es wichtig, solche Projekte darzustellen, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegt sind. Dazu gehört u.a. eine Lehrer- oder Erzieherfortbildung, die dazu beitragen kann, dass Kinder eben nicht nur ein einmaliges Angebot erleben, sondern sich in ihrem Alltag kontinuierlich durch MINT-Angebote bereichern können.“

Fazit: Von der neuen Online-Plattform profitieren nicht nur Bildungseinrichtungen unterschiedlichster Art, sondern vor allem die Kleinen im Alter von drei bis zehn. Bislang haben Maren Lau und Vanessa Christoph mehr als 60 Einzelprojekte identifiziert und mit detaillierten Beschreibungen aufgeführt. Im Internet ist der Atlas unter www.znl-mintatlas3-10.de zu finden. Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächspartner.

Weitere Informationen
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TransferZentrums für Neurowissenschaften und Forschung (ZNL), ein Drittmittelprojekt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III, sind davon überzeugt, dass wir weltweit am Anfang einer Integration von Gehirn- und Bildungsforschung stehen. Seit seiner Gründung im April 2004 konzentriert sich das ZNL auf beide Forschungsrichtungen. Ein Umstand, der es ihm ermöglicht, bildungsrelevante Erkenntnisse der Neurowissenschaften von der Theorie in die Praxis zu übertragen. Das interdisziplinär arbeitende Team aus Psychologen, Pädagogen und anderen Wissenschaftlern betreibt dazu Grundlagenforschung, führt Evaluationen durch und begleitet Bildungseinrichtungen in der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit. Im Internet ist das ZNL hier zu finden: www.znl-ulm.de.

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne Jörg Portius, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universitätsklinikum Ulm, unter Telefon 0731 50043043 zur Verfügung.

Jörg Portius | idw
Weitere Informationen:
http://www.znl-mintatlas3-10.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie