Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftliche Höchstleistung durch neues Anreizsystem

30.09.2008
Zielvereinbarung abgeschlossen: Nur Professorinnen und Professoren, die in den Top-Wissenschaftsjournalen weltweit publizieren, erhalten künftig Forschungsgelder.

„Wir schaffen damit klare Bewertungskriterien, Wettbewerb, Anreize und eine klare Leistungsorientierung“, sagte der Rektor der Universität Rostock, Prof. Thomas Strothotte.

Zur Steigerung der Effektivität der wissenschaftlichen Arbeit haben der Rektor und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (WSF) für die Haushaltsjahre 2009 bis 2011 eine Zielvereinbarung geschlossen, die Modellcharakter für die gesamte Universität haben soll. Das Rektorat der Universität hat diese Zielvereinbarung am Montag (29.9.2008) einstimmig bestätigt.

„Das Verfahren stößt auf große Zustimmung, da es Leistung eindeutig bewertbar macht. Es wird von der gesamten Professorenschaft mitgetragen“, so Strothotte. Von „Aufbruchstimmung“ spricht Prof. Stefan Göbel, Dekan der WSF.

Die Grundausstattung von Professoren und ihren Forschungsbereichen sinkt demnach auf Null, wenn sie keine ausgewiesenen Veröffentlichungen in den Kategorien B, A oder A+ vorweisen können, die dem Wissenschaftsolymp zuzurechnen sind. Veröffentlichungen in den Kategorien C, D oder E werden als Standard vorausgesetzt und erfahren keine besondere Würdigung.

Für eine Steigerung der Leistung auf B, A oder A+, erhält der Professor einmalig ein  Promotionsstipendium für drei Jahre, das er in seinem Forschungsgebiet frei vergeben kann. Professoren, die bereits auf A-Niveau publizieren, erhalten ebenfalls ein Promotionsstipendium für drei Jahre.

Eine einmalige Zulage von 5000 Euro zuzüglich zum Gehalt für eine erste Veröffentlichung in einem A-Journal und doppelt so viel für ein Journal der Spitzenkategorie A+, was bereits Nobelpreisniveau darstellt, sorgen für erhebliche Anreize.

Ein willkommener Nebeneffekt: dieses Bonussystem fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftsgebieten an der Universität, denn herausragende wissenschaftliche Arbeiten sind heute in der Regel Teamwork. Davon profitieren unmittelbar die drei Profillinien der Universität Rostock (Life, Light, Matter – Maritime Systems und Aging Sciences and Humanities), mit denen sich die Universität Rostock innerhalb der deutschen Forschungslandschaft neu positioniert hat.

Dr. Ulrich Vetter | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie