Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaft steigert Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 2008 auf 57,3 Mrd. Euro

18.12.2009
Jürgen Hambrecht: "Die Unternehmen haben in der Krise Balance gehalten".

Die deutsche Wirtschaft hält Kurs in der Krise. Im Jahr 2008 steigerten die Unternehmen ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) um knapp vier Milliarden Euro auf 57,3 Milliarden (+ 7,2 Prozent).

Für das Krisenjahr 2009 planten sie eine weitere Steigerung, wenn auch nur um 100 Millionen. Lediglich für das Jahr 2010 ist die Wirtschaft etwas vorsichtiger.

Nach Daten des Stifterverbandes wollen die Unternehmen dann nur noch 56,2 Milliarden Euro für Innovationen ausgeben. Dies geht aus der neuesten FuE-Statistik des Stifterverbandes hervor. Die Daten basieren auf einer Umfrage bei 30.000 Unternehmen im Jahr 2008 und einer Zusatzbefragung von 1.500 Unternehmen in diesem Jahr.

Der Vizepräsident des Stifterverbandes und Vorstandsvorsitzende der BASF SE, Jürgen Hambrecht, sagte anlässlich der Veröffentlichung der Daten in Berlin: "Die Unternehmen haben Balance gehalten - trotz schrumpfender Märkte. Jetzt gilt es, Deutschlands Innovationsführerschaft zu sichern und auszubauen". Dafür sei eine nachhaltige Strategie notwendig, die den Industriestandort krisenfester mache. In diesem Zusammenhang begrüßte er die geplante steuerliche Entlastung für forschende Unternehmen, wünscht sich eine solche aber für alle Unternehmensgrößen.

Nach wie vor ist es vor allem der Kraftfahrzeugbau, der mit 35 Prozent an den Gesamtaufwendungen des Wirtschaftssektors das FuE-Geschehen der deutschen Wirtschaft dominiert. Der Anteil der Elektrotechnik machte 18,8 Prozent aus, die Chemie kam auf 14,4 Prozent, der Maschinenbau auf 9,1 Prozent. Diese vier Branchen bestreiten somit 77,3 Prozent der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft in Deutschland.

Im Jahr 2008 lag der Anteil der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 1,84 Prozent (2007 = 1,78 Prozent).

Die FuE-Intensität auf gesamtstaatlicher Ebene liegt bisher lediglich für das Jahr 2007 vor: Sie belief sich auf 2,54 Prozent am BIP. Der Stifterverband geht aber davon aus, dass sich Deutschland in 2008 nochmals an das Lissabon-Ziel angenähert hat, ohne aber die angestrebte Drei-Prozent-Marke zu erreichen. Der Wert wird vermutlich bei 2,6 Prozent liegen.

Im internationalen Vergleich kann Deutschland damit nur einen Platz im Mittelfeld erreichen. Führend sind die Schweden (3,6 Prozent), Finnland und Korea (3,47), sowie Japan (3,44). Die EU-27 erreichen gemeinsam nur einen Wert von 1,77 Prozent. Die USA kommen auf 2,68 Prozent.

Umfassendes Zahlenmaterial zu FuE in der Wirtschaft ist unter der Web-Adresse www.wissenschaftsstatistik.de abzurufen.

Frank Stäudner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftsstatistik.de
http://www.stifterverband.de

Weitere Berichte zu: Aufwendungen BIP FuE FuE-Geschehen Load Balance Stifterverband

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte