Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltgrößte Hochtemperatur-Forschergruppe nimmt in Freiberg Arbeit auf

16.02.2009
Die weltweit größte Forschergruppe auf dem Gebiet der Hochtemperatur-Prozesse entsteht derzeit an der TU Bergakademie Freiberg. In dem Projekt VIRTUHCON (VIRTUal High Temperature CONversion) arbeiten acht Freiberger Institute mit drei international besetzten Forschergruppen zusammen.

In ihnen werden in Freiberg 21 Stellen für Nachwuchsforscher geschaffen. Gemeinsam wollen die Wissenschaftler neue Wege bei der Kostenreduktion, Energieeinsparung und Schadstoffvermeidung von Stoffwandlungsprozessen beschreiten, die bei sehr hohen Temperaturen ablaufen. Die erste Nachwuchsforschergruppe unter Leitung von Dr. Petr Nikrityuk hat ihre Arbeit an der TU Bergakademie Freiberg jetzt aufgenommen.

Dr. Petr Nikrityk, der in Moskau studiert und promoviert hat, lebt seit 2001 in Deutschland. Der ausgewiesene Spitzenwissenschaftler für Grenzflächenmodellierung stellt derzeit in Freiberg seine sechsköpfige Nachwuchsforschergruppe zusammen, die ab Mitte des Jahres tätig sein wird. Die Resonanz bei internationalen Nachwuchswissenschaftlern ist unerwartet hoch. Bewerbungen kamen bereits aus Italien, Japan, Indien und den USA.

Die Ausschreibefrist der beiden weiteren Gruppenleiterstellen, die Professur für "Scientific Computing and Numerical Simulation" sowie die Professur für "Numerical Thermo-fluid dynamics"und "Multiphasige Stoffsysteme", endet in einem Monat. Die TU Bergakademie Freiberg stellt für sie mit einer W2-Stelle besonders attraktive Konditionen bereit. Die Forscher erwartet in Freiberg ein einmaliges Forschungsumfeld.

Acht Universitätsinstitute, darunter Mathematik und Informatik, Verfahrenstechnik, Eisen- und Stahl-Metallurgie oder Nichteisen-Metallurgie arbeiten zusammen und öffnen den Virtuhcon-Wissenschaftlern ihre Labors für die Gewinnung von Daten, die durch Super-Computing zu einem zweiten, virtuellen Leben erweckt werden. Für die Forscher entstehen ein neuer Gebäudekomplex auf der Reichen Zeche, der 2011 bezogen werden soll, sowie ein Supercomputing-Zentrum auf dem Campus. Offizieller Start des Forschungsprojekts ist Mitte 2009.

INFORMATIONEN VIRTUHCON
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wählte die TU Bergakademie Freiberg 2008 zu einem Standort für Spitzenforschung in den neuen Bundesländern. Rund 15 Millionen Euro stehen von 2009 bis 2013 zur Verfügung, um in Freiberg ein internationales Forschungszentrum auf dem Gebiet der Stoffwandlungsprozesse bei Extremtemperaturen aufzubauen. VIRTUHCON - VIRTUal High Temperature CONversion - ist der Namen des neuen Forschungszentrums, in dem acht Freiberger Institute zusammenarbeiten. Mit dem Einsatz von Hochleistungsrechnern sollen dabei Vorgänge, die sich bei Temperaturen bis über 2000 Grad Celsius abspielen, modelliert und risikofrei verbessert werden.
Kontakt:
Prof. Bernd Meyer
TU Bergakademie Freiberg
Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
Fuchsmühlenweg 9
09599 Freiberg
Tel.: 03731 / 39 45 10
E-Mail: bmeyer@iec.tu-freiberg.de

Christian Möls | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-freiberg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kontinentalrand mit Leckage

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das anwachsende Ende der Ordnung

27.03.2017 | Physik Astronomie

Einfluss der Sonne auf den Klimawandel erstmals beziffert

27.03.2017 | Geowissenschaften