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Verändertes Arbeiten im Fahrzeugbau durch komplexe Technik und neue Werkstoffe

03.07.2014

Im Karosserie- und Fahrzeugbau werden zunehmend neue Leichtbauwerkstoffe und Reparaturmethoden eingesetzt. Auch die Vernetzung von mechanischen, elektronischen, hydraulischen und pneumatischen Bauteilen und Fahrzeugsystemen gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher die dreieinhalbjährige Berufsausbildung für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis auf den neuesten Stand gebracht und den aktuellen technologischen Entwicklungen angepasst. Die modernisierte Ausbildungsordnung tritt am 1. August in Kraft.

Die Ausbildungsstruktur sieht zwei Fachrichtungen vor: die Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie die Karosserieinstandhaltungstechnik. In den ersten eineinhalb Jahren der Ausbildung bis zum ersten Teil der Abschluss-/Gesellenprüfung (Industrie- und Handelskammer/Handwerkskammer) sind berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des Berufes zu vermitteln. Die weitere Ausbildung erfolgt dann in einer der zwei Fachrichtungen.

Aus der Entwicklung von vernetzten Systemen im Fahrzeug ergeben sich Veränderungen im Berufsbild der Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen. Sie spiegeln sich beispielsweise in neuer Fahrwerkstechnik, hochkomplexen Aggregaten und Diagnosemethoden wider. Mehr und mehr werden in diesem Beruf auch bei alternativen Antriebssystemen wie Hybrid-, Elektro- und Hochvolttechnik neue Anforderungen gestellt, die für die Sicherheit große Bedeutung haben.

Neue Werkstoffe und Reparaturtechniken kommen insbesondere bei Schweißverfahren und Klebetechniken sowie beim Herstellen, Aufbereiten und Schützen von Oberflächen zum Tragen. Hier sind besonders Form- und Karosserieteile aus faserverstärkten Kunststoffen instand zusetzen. Auch das Schweißen von Werkstoffen oder das Kleben von Bauteilen aus gleichen oder unterschiedlichen Werkstoffen unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften und der auftretenden Beanspruchung sind Bestandteile der Ausbildung.

Im Jahr 2013 wurden 1.380 neue Ausbildungsverträge für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen abgeschlossen, darunter 48 mit Frauen.

Im Anschluss an die Berufsausbildung stehen den Jugendlichen attraktive Wege für den beruflichen Aufstieg offen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, sich beruflich zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in der einschlägigen Fachrichtung fortzubilden, zum/zur Technischen Fachwirt/-in, zum/zur Karosserie- und Fahrzeugbauermeister/-in, zum/zur Kraftfahrzeugtechnikermeister/-in sowie zum/zur Industriemeister/-in Fachrichtung Metall.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/neue-berufe

Bildmaterial steht unter http://www.bibb.de/pressefotos zur Verfügung.

Ansprechpartnerin im BIBB:
Dr. Bärbel Bertram; E-Mail: bertram@bibb.de

Andreas Pieper | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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