Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Luxemburg baut Laserforschung auf

20.07.2011
Die Universität Luxemburg plant ein Laser-Technologie-Kompetenzzentrum mit Sitz an der Fakultät für Naturwissenschaften,Technologie und Kommunikation auf Campus Kirchberg. Das Projekt umfasst Gesamtinvestitionen von über 450.000 Euro bis Ende 2014.

Es wird zu rund einem Drittel vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ finanziell unterstützt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit dem Luxemburger Wirtschaftsministerium unterzeichnet.

Luxemburg ist von Export und Innovation abhängig. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Diversifikation der Wirtschaft gefördert und Fachwissen sowie neue Ressourcen produziert werden. Das Projekt will Klein- und Mittelbetrieben sowie internationalen Firmen mit neuen Erkenntnissen aus der Lasertechnologie und mit der Ausbildung von Fachkräften dienen.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten werden Anwendungen von Lasern etwa in der Elektromobilität, in der Kunstoff-Fertigung oder im Fassadenbau stehen. So konzentriert sich das erste Forschungsprojekt des Zentrums auf Anwendungmöglichkeiten von Lasern beim Verbund von Kupfer- und Aluminiumplatten. Diese neue Technik ist zum Beispiel unentbehrlich in der Produktion von Batterien für elektrische Autos.

„Wir wollen verschiedene Laserstrahlquellen anschaffen und damit Machbarkeitsuntersuchungen und Prozessfähigkeitsanalysen für interessierte Betriebe ausführen,“ erklärt der Leiter des Projekts, Prof. Dr. Peter Plapper, „das Zentrum versteht sich damit als Investition in die Zukunft der Betriebe.“ Der Ingenieurwissenschaftler hat sich in der Vergangenheit insbesondere mit Laseranwendungen in der Karosseriefertigung wie Laserschweißen, -schneiden und -löten von Karosserieblechen beschäftigt und Lasermesstechnik in Automobilwerken in Belgien, England und Deutschland eingesetzt.

Geplant sind aber auch andere Forschungsrichtungen, die sich aus Kooperationen mit der Industrie ergeben - etwa die Bearbeitung von Stahl mit hoher Widerstandsfähigkeit, der Verbund von Stahl und Glas oder die Produktion von flüssigkeitsdichten Komponenten aus Plastik, wie sie im Auto eingesetzt werden.

Das Kompetenzzentrum soll auch zur Ausbildung von Bachelor- und Masterstudenten beitragen sowie neue Forschungsbereiche für Doktoranden und Forscher eröffnen. Interessierte Betriebe können sich direkt an den Leiter des Zentrums wenden, E-Mail peter.plapper@uni.lu, Tel. + 352 46 66 44 5804.

Ann Weber | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni.lu
http://plapper.com/index.htm

Weitere Berichte zu: Klein- und Mittelbetrieb Laserforschung laser system

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie