Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Kaiserslautern leistet Pionierarbeit zur Internationalisierung

01.12.2010
Mehrfach Spitzenplätze in nationalen und internationalen Hochschulvergleichen.

Mitte November 2010 wurden die Ergebnisse zweier von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) initiierten und vom DAAD durchgeführten Untersuchungen an deutschen Hochschulen veröffentlicht. Die Studien nehmen den Bestand der gegenwärtigen Akteure und Maßnahmen der deutschen Hochschulen zur Internationalisierung auf und werten diese aus. Die TU Kaiserslautern konnte bei beiden mit exzellenten Resultaten aufwarten.

Im internationalen Vergleich belegte die TU Kaiserslautern in der Umfrage "International Student Barometer (ISB)" an 123 internationalen und 28 deutschen Hochschulen den ersten Platz im Bereich "Lehre". Hier wurden sowohl die Kursinhalte als auch die fachliche Betreuung außerordentlich positiv bewertet. Auch die Reputation der TU steht auf einem stabilen Fundament: Deutschlandweit liegt die TU Kaiserslautern auf Platz zwei der Hochschulen, welche die ausländischen Graduierten mit Nachdruck weiterempfehlen würden. Auch in Punkto Betreuungsmaßnahmen in der Orientierungsphase schneidet die TU bei ausländischen Graduierten und Nachwuchswissenschaftlern äußert vorbildlich ab. Sie bewerteten außerdem die Lebensqualität in Kaiserlautern deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Im Rahmen der ISB-Studien werden jährlich rund 240.000 internationale Studenten aus mehr als 270 Hochschulen weltweit nach ihren Studienbedingungen während eines Auslandsaufenthalts befragt.

Der TU Kaiserslautern ist es in den letzten fünf Jahren unter anderem in ihrem Hochschulentwicklungsplan (HEP) gelungen, zentrale Akteure zur Internationalisierung zu etablieren und strategisch wirksame Maßnahmen zur Umsetzung dieses Zieles zu ergreifen. So wurde beispielsweise in der ISB-Studie die Einrichtung der International School for Graduate Studies (ISGS) als zentrale, fachübergreifende Infrastruktur zur Betreuung ausländischer Graduierter als wegweisende Entscheidung gewürdigt. Dies zeigt sich unter anderem in der außerordentlichen Zufriedenheit der Graduierten mit dem Konzept der ISGS für ihre weitere Karriereplanung. Hierfür wurde die TU auf den ersten Platz innerhalb Deutschlands gewählt.

Gerade solche ganzheitlichen Konzepte mit Hilfen zu Karriereberatung gewinnen für Absolventen und Nachwuchswissenschaftler zunehmend an Bedeutung. Dies geht auch aus der zweiten bedeutenden Studie hervor, die ebenfalls aktuell veröffentlicht wurde: Die Prognos AG untersuchte im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die Wirksamkeit der internationalen Doktorandenförderung, aus deren eingeworbenen Mitteln die ISGS teilweise die Fördermaßnahmen an der TU Kaiserslautern finanziert. Nach einer allgemeinen Befragung der 94 programmbeteiligten deutschen Hochschulen und mehr als 500 Doktoranden/innen wurden vier "Vorreiter-Hochschulen" mit ihren Betreuungskonzepten für intensive Untersuchungen ausgewählt. Neben dem "Best-Practice"-Konzept der TU Kaiserslautern standen die Angebote der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt sowie der Georg-August-Universität Göttingen im Fokus der Evaluation.

Die TU Kaiserslautern wurde in dieser Evaluation für die Etablierung des umfassenden ISGS-Gesamtkonzeptes ausgezeichnet, welches vielfältige Unterstützungsangebote über den gesamten Promotionsverlauf bietet. Neben den oben erwähnten Maßnahmen zur Erleichterung des Berufseinstiegs am Ende des Studiums bzw. der Forschung, wurden auch die umfassenden Angebote zur Orientierung in den ersten sechs Monaten des Aufenthaltes in Deutschland als vorbildlich herausgestellt. Dies beginnt bereits bei gezielten Informationen zur geplanten Promotion, organisatorischen und logistischen Hilfe rund um die Anreise und der intensiven persönlichen Betreuung in den ersten Wochen in Kaiserslautern. Ein Orientierungskurs vermittelt grundlegende Deutschkenntnisse und gesellschaftliche Grundlagen, so dass die Doktoranden ihren Alltag zunehmend selbständig meistern können. Während des weiteren Aufenthaltes bietet die ISGS weitere sozial-integrative Angebote im Freizeitbereich an (insbesondere auch an Wochenenden und Feiertagen). Gegen Ende der Promotionsphase treten dann individuelle Unterstützungsangebote für die weitere Karriereplanung in den Vordergrund: neben Kursen zur Förderung der "soft skills" und Bewerbungstrainings werden mittels Fachexkursionen und Gruppengesprächen mit Führungskräften persönliche Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern in Wissenschaft und Industrie ermöglicht.

Als besonders beispielhaft wurde im Rahmen der Prognos-Evaluation sowohl die breite Angebotspalette, als auch deren engagierte Umsetzung durch die Akteure der TU Kaiserslautern gewürdigt: neben dem Dienstleistungsaspekt steht vielmehr ein "sich zu Hause fühlen" im Vordergrund der Fördermaßnahmen. Gerade durch die individuelle und persönliche Betreuung werden die Doktoranden in die "ISGS-Family" integriert und fühlen sich an der TU gut aufgehoben. Dazu trägt auch die internationale Zusammensetzung des ISGS-Teams bei, denn hier treffen die oftmals spezifischen Bedürfnisse internationaler Nachwuchswissenschaftler auf Verständnis und Entgegenkommen.

Im internationalen Wettbewerb um kluge Köpfe aus dem Ausland ist es der TU Kaiserslautern somit gelungen, bundesweit noch einmal eine Vorreiterrolle in Bezug auf umfassende Betreuung und Einbindung internationaler Masterstudenten und Doktoranden zu übernehmen.

Kontakt:
Dr.-Ing. Parya Memar
Leiterin der International School for Graduate Studies (ISGS)
Tel.: 0631/205-4002
E-Mail: memar@isgs.uni-kl.de

Thomas Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de
http://www.uni-kl.de/isgs

Weitere Berichte zu: DAAD Fördermaßnahme ISGS Karriereplanung Nachwuchswissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie