Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Ilmenau startet deutschlandweit einzigartiges Schulprojekt

12.05.2009
Um naturwissenschaftlich-technisch interessierte Gymnasiasten frühzeitig für ihre Berufliche Laufbahn zu spezialisieren, startet die Technische Universität Ilmenau ein deutschlandweit einzigartiges Projekt.

Im neu geschaffenen "Universitäts-Kolleg an der Goetheschule Ilmenau", einem staatlichen Gymnasium mit Spezialklassen naturwissenschaftlich-technischer Richtung, werden Schülerinnen und Schülern über den gymnasialen Lernstoff hinaus fundierte ingenieurwissenschaftlich-technische Grundlagen und hochspezialisierte Praxisfertigkeiten vermittelt.

Bereits ab dem kommenden Schuljahr 2009/2010 werden an der Goetheschule Ilmenau die ersten Kolleg-Schüler unterrichtet. Um dies zu ermöglichen, unterzeichneten die Partner, u. a. die Technische Universität, die Goetheschule und das Staatliche Berufsschulzentrum Ilmenau, im Thüringer Kultusministerium einen entsprechenden Vertrag. Dabei hob Kultusminister Bernward Müller "die hervorragende Initiative der Kooperationspartner hervor, die zur Stärkung der Region, des Wirtschaftsstandortes und des wissenschaftlichen Nachwuchses beiträgt".

Ziel des Universitäts-Kollegs ist es, eine naturwissenschaftlich-technische Elite auszubilden. So soll dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufen entgegen gewirkt werden. Nach ihrer vierjährigen Ausbildung werden die Absolventen des Kollegs in der Lage sein, ein anspruchsvolles universitäres Studium an angesehenen Universitäten

beschleunigt zu absolvieren und abzuschließen. Dazu erfolgt die Ausbildung teilweise in Englisch.

Ausbildungsbeginn im Universitäts-Kolleg ist Klassenstufe 9, das Abitur wird am Ende der 12. Klasse abgelegt. An der TU Ilmenau werden die Schüler als so genannte Frühstudenten immatrikuliert. Dies ermöglicht es ihnen, auf international anerkanntem Bachelor-Niveau an Vorlesungen, Übungen und Praktika teilzunehmen. Sie werden also frühzeitig in einen regulären Studiengang integriert und können so sehr viel früher als gleichaltrige Schüler in das Studien- und Berufsleben einsteigen - bei erfolgreicher Teilnahme an allen angebotenen Lehrveranstaltungen und Prüfungen bis zu einem Jahr.

Die Arbeiten der beteiligten Einrichtungen im Universitäts-Kolleg werden durch die TU Ilmenau Service GmbH koordiniert. Insbesondere stellt sie Kontakte zur Wirtschaft her und organisiert die Praktika in Unternehmen. Jörg Augustin, Geschäftsführer der TU Ilmenau Service GmbH: "Die Firmen begrüßen besonders die frühzeitige Einbindung von berufspraktischen Elementen in die schulische Ausbildung. Die Heranführung der Schüler an die Belange und Anforderungen der Unternehmen ist beispielhaft für eine gute Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft."

Das Kolleg ist überregional ausgerichtet und wird europaweit beworben. Der überwiegende Teil der Schüler wird im hauseigenen Internat der Goetheschule Ilmenau wohnen. Die Gebühren für die Ausbildung, die Ganztagesbetreuung im Internat und das Studium an der TU Ilmenau werden vom Bundesland Thüringen getragen.

Interessierte Schüler können sich am 30. Mai ab 10.00 Uhr an einem Tag der Offenen Tür in der Goetheschule Ilmenau über das Universitäts-Kolleg informieren und bis zum 12. Juni schriftlich bewerben.

Kontakt:
Jörg Augustin
Geschäftsführer TU Ilmenau Service GmbH
Telefon: 03677/46999-50
E-Mail: info@tu-ilmenau-service.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie