Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technisches Know-how für Dachelemente, Blitzschutz und Energiesysteme

27.06.2013
Modernisierte Ausbildungsordnung für Klempner/-innen tritt am 1. August in Kraft

Das restaurierte Kupferdach der Kirche, die Metallfassade des Bürogebäudes, die Titanzink-Gaube oder die Solaranlage auf dem Einfamilienhaus – für die Errichtung dieser und vieler anderer Bauelemente sind neue Kompetenzen in einem alten Beruf erforderlich.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher eine Modernisierung des traditionsreichen Ausbildungsberufs „Klempner/Klempnerin“ im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der beruflichen Praxis erarbeitet.

Entwicklungen wie die Anwendung nachhaltiger Energietechniken und eine Verstärkung der Kundenorientierung prägen die neue Ausbildungsordnung. Zudem sind der Wissensstoff umfangreicher und die zu erlernenden Techniken vielseitiger geworden.

Futuristische Bedachungen und Fassaden aus neuen Materialien und Werkstoffen dominieren immer stärker die Funktion von Gebäuden. Insbesondere die Fertigungs-, Montage- und Abdichtungstechniken haben sich stark gewandelt. Der Denkmalschutz stellt bei der Restauration von Kulturobjekten hinsichtlich der Beibehaltung von Stilrichtungen und Optik bei Gebäudefassaden zusätzliche Anforderungen an das Know-how der Fachkräfte.

Die Errichtung heutiger Blitzschutzanlagen stellt höhere Ansprüche an das elektrotechnische Grundverständnis der Klempner, ebenso der zunehmende Trend, an Dach und Fassade neuartige Belichtungs- und Belüftungssysteme sowie Energiesammler und Energieumsetzer wie solarthermische und Photovoltaik-Anlagen in die Dächer einzubinden.

Neben entsprechenden neuen Positionen wurde auch die „Kundenorientierte Kommunikation“ in die Ausbildungsordnung aufgenommen, da zum Berufsbild nicht nur die Herstellung, Installation und Sanierung von klempnertypischen Metalldächern und Fassaden, sondern auch eine qualifizierte Beratung der Bauherren und Kunden gehört.

Die tarifliche Ausbildungsvergütung lag 2012 bei durchschnittlich 558 Euro pro Monat – bei einem Anstieg von 499 Euro im ersten auf 646 Euro im letzten Lehrjahr. Rund 400 Ausbildungsverträge wurden 2012 neu abgeschlossen.
Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich vor allem in Handwerksbetrieben des Bauinstallationsgewerbes, wie beispielsweise Klempnereien und Dachdeckerbetrieben, aber auch in Fassadenbauunternehmen. Die Ausbildung erschließt zudem attraktive Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten wie die Fortbildung zum/zur Klempnermeister/-in und zum/zur "Staatlich Geprüften Techniker/-in".

Der Beruf des Klempners wird in Süddeutschland auch „Spengler“ oder „Flaschner“ genannt. Im norddeutschen Raum wird die Berufsbezeichnung immer noch zu Unrecht für den ehemaligen Gas- und Wasserinstallateur und heutigen „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ verwendet, was in der Praxis oft zu Missverständnissen führt.

Weitere Informationen zur neuen Ausbildungsordnung, die – vorbehaltlich der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – zum 1. August in Kraft treten wird, im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Bildmaterial steht unter http://www.bibb.de/pressefotos zur Verfügung.

Ansprechpartnerin im BIBB:
Petra Jones; E-Mail: jones@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Weitere Berichte zu: Ausbildungsordnung BIBB Blitzschutz Dachelemente Energiesystem Fassade Klempner Know-how

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie