Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt Kooperationen zwischen Europa und Indien

05.11.2008
Steinbeis-Europa-Zentrum ist gemeinsam mit 16 weiteren europäischen Organisationen Partner im europäisch-indischen "European Business and Technology Centre"

Das "European Business and Technology Centre" (EBTC) fördert Forschungs- und Wirtschaftsverbindungen zwischen Europa und Indien und wird seit Oktober 2008 von der Europäischen Kommission mitfinanziert.

Im Fokus stehen umweltfreundliche Technologien in den Sektoren Energie, Umwelt, Transport und Biotechnologie. 17 Partner aus 10 Ländern in ganz Europa gestalten die Dienstleistungen des Zentrums und bündeln bereits vorhandenes und neues Wissen. Ein Büro in Delhi dient als Anlaufstelle vor Ort in Indien.

Indien zählt zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaften der Welt: seine Wachstumsrate schwankt zwischen acht und zehn Prozent. Prognosen sagen voraus, dass Indien bereits im Jahr 2032 zur drittgrößten Wirtschaft der Welt anwachsen wird.

Für die EU stellt das Land schon heute einen wichtigen Handelspartner dar: europäische Produkte machen bereits 20 Prozent des indischen Marktanteils aus. Mit seiner mehr als einer Milliarde an Einwohnern ist Indien aus Sicht europäischer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen für Kooperationen attraktiv.

Allerdings bestehen gerade für kleine und mittlere Unternehmen verschiedene Hindernisse - von undurchschaubarer Bürokratie bis hin zur Schwierigkeit, geeignete Partner vor Ort zu finden. An dieser Stelle will das Zentrum ansetzen: es soll Hauptansprechpartner für Unternehmen aus Europa (speziell kleine und mittlere Unternehmen - KMU) und Forschungseinrichtungen werden, die in Indien tätig werden wollen. Mit Hilfe einer in Delhi sitzenden Anlaufstelle wirbt das EBTC vor Ort für europäische Kooperationen.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist beim Aufbau und den Dienstleistungen des Zentrums beteiligt und bringt seine langjährige Erfahrung im internationalen Technologietransfer sowie die Netzwerkergebnisse des Enterprise Europe Network ein. "Gerade für kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg stellt das EBTC eine Chance dar, um erste Kontakte zu indischen Kooperationspartnern zu knüpfen und auch vor Ort in Indien Unterstützung zu erhalten.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum bietet praktische Hilfe, um auch über europäische Grenzen hinweg neue Märkte zu beschreiten." so Heike Fischer vom Steinbeis-Europa-Zentrum. Bereits in den vergangenen Jahren führte das Steinbeis-Europa-Zentrum Kooperationsprojekte mit Indien durch. Dazu gehört ein Mentoringprogramm für Unternehmerinnen, Wissenschaftlerinnen und Wirtschaftsförderinnen, mit dem Ziel, stärker an den Innovations- und Forschungsprogrammen der Europäischen Union teilzunehmen sowie das EU-Projekt "MediaTrans", das innovative kleine und mittlere Unternehmen aus dem Medienbereich für die Teilnahme am 7. Forschungsrahmenprogramm trainiert.

Das "European Business and Technology Centre" wird bestehende Informationen bündeln und soll Hauptansprechpartner für europäische Akteure auf dem Weg nach Indien werden. Besonderes Augenmerk legt das Zentrum auf den Umweltbereich: einhergehend mit dem schnellen Wirtschaftswachstum in Indien leiden Umwelt und Menschen stark von den dadurch entstehenden Umweltverschmutzungen. Umweltfreundliche Technologien werden noch längst nicht angewendet. Hier bietet sich für europäische Akteure eine besondere Marktlücke. Durch die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern soll Indien auch darin unterstützt werden, durch neue Technologien dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Unter der Koordination von EUROCHAMBRES in Brüssel arbeiten die 17 Projektpartner über einen Zeitraum von 5 Jahren hinweg diesem Ziel entgegen. Das ETBC verfügt dabei über ein Budget von 8,2 Millionen Euro, 80 Prozent davon europäische Fördergelder, 20 Prozent bringen die Partnerorganisationen ein. Die Partner im Projekt setzen sich aus Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsorganisationen und Forschungseinrichtungen zusammen.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum
Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) wurde 1990 als Initiative des Europabeauftragten des Wirtschaftsministers des Landes Baden-Württemberg gegründet. Mit Standorten in Stuttgart und Karlsruhe unterstützt es kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Antragstellung und Durchführung grenzüberschreitender Projekte und in Fragen europäischer Förder- und Technologieprogramme und europäischer Unternehmenskooperationen. Als operative Einheit mit 30 Mitarbeitern unterstützt es die Arbeit des Europabeauftragten des Wirtschaftsministers.

Seit dem Jahr 2008 ist das SEZ Partner im Enterprise Europe Network der Europäischen Kommission mit rund 600 Partnern in über 40 Ländern. Ziel des Netzwerks ist es, den Unternehmen bei allen Fragen zu Europa, zu Innovation, Forschung und Technologietransfer zur Seite zu stehen sowie die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung zu fördern. Das SEZ agiert als Partner im baden-württembergischen Konsortium in Kooperation mit Handwerk International, dem Wirtschaftsministerium und sieben Industrie- und Handelskammern. Das Enterprise Europe Network setzt die Dienstleistungen des vorangegangenen Netzwerks der Innovation Relay Centres fort. Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist zudem die Nationale Kontaktstelle für KMU in Baden-Württemberg. Zugleich agiert es als EU-Beratungsstelle für die Hochschulen in Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Kontakt:
Heike Fischer, E-Mail: fischer@steinbeis-europa.de, Tel.: 0711-123 4014
Steinbeis-Europa-Zentrum
Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart
Tel: 0711-1234010, Fax: 0711-1234011,
Email: info@steinbeis-europa.de
Leitung:
Prof. Dr. Norbert Höptner,
Europabeauftragter des Wirtschaftsministers Baden-Württemberg,
Dr.-Ing. Petra Püchner, Dr. rer. nat. Jonathan Loeffler

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www. steinbeis-europa.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit