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Startschuss für Anwendungscluster Nanotechnologie

12.03.2009
Um den Transfer der wissenschaftlichen Nanotechnologieforschung in die industrielle Anwendung zu erleichtern, haben die IHKs der Metropolregion Stuttgart gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO das Anwendungscluster Nanotechnologie initiiert.

Um den Weg von der Forschung zur praktischen Anwendung im Zukunftssektor Nanotechnologie zu verkürzen, haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) der Metropolregion Stuttgart Gestartet.

Ziel des Clusters ist es, die Nanotechnologiekompetenz in der Region Stuttgart zu verbessern, die Vernetzung von Technologieanbietern und -anwendern zu fördern sowie Innovationen gemeinsam voranzutreiben und in marktfähige Produkte umzusetzen.

"Eine IHK-Umfrage bei Unternehmen hat ergeben, dass es im Bereich der Nanotechnologie deutliche Lücken zwischen den Forschungsergebnissen und deren Umsetzung in neue oder verbesserte Produkte und Verfahren gibt", weiß Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart. "Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO und den IHKs Heilbronn-Franken, Nordschwarzwald, Ostwürttemberg und Reutlingen haben wir daher das Anwendungscluster Nanotechnologie initiiert und die Anschubfinanzierung des Netzwerks sichergestellt.

Wir wollen damit gleichzeitig ein klares Signal an die Politik senden, die öffentliche Clusterförderung konsequent am tatsächlichen Bedarf der Unternehmen auszurichten und nicht nach dem Gießkannen-Prinzip zu verfahren." Rund 100 Firmen hätten bereits Interesse an einer Mitarbeit signalisiert, so Richter weiter. "Unternehmen werden nur dann vom künftigen Megamarkt Nanotechnologie profitieren, wenn Forscher, Entwickler und Unternehmen zusammenarbeiten", ergänzt Professor Dieter Spath, Institutsleiter des Fraunhofer IAO. "Mit dem neuen Anwendungscluster Nanotechnologie bringen wir diese drei gezielt zusammen."

Von der Nanotechnologie können nahezu alle Unternehmen profitieren, vom Automobilbauer bis hin zum Umwelttechnik-Spezialisten. Im Mittelpunkt des Anwendungsclusters steht neben der Durchführung eines regelmäßigen "Nano-Zirkels" zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten die Internetplattform www.nano-ihk.de, auf der interessierte Unternehmen der Region Informationen zum Forschungsfeld Nanotechnologie bekommen. Weitergehend können dort Netzwerke mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen aufgebaut, Experten zu spezifischen Themen identifiziert und damit Innovationen auf Basis von Nanotechnologien zielgerichteter und marktorientierter vorangetrieben werden.

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.nano-ihk.de
http://www.iao.fhg.de/

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