Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stärkung der Ingenieurausbildung weltweit

14.02.2013
VDI, Deutsche UNESCO Kommission, Unternehmen und Technische Universitäten gründen Initiative

Am 14. Februar stellt die Partnerschaft „Quality Engineering for Sustainability“ in Berlin ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Ingenieurausbildung in Schwellen- und Entwicklungsländern vor. Die Initiative wird gemeinsam vom VDI und der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) koordiniert.

Partner sind fünf deutsche Unternehmen sowie führende Technische Universitäten in Deutschland (TU9). Die Partnerschaft steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, MdB, und ist ein deutscher Beitrag zu einer globalen Initiative der UNESCO im Bereich der Ingenieurausbildung.

Bayer AG, Robert Bosch GmbH, E.ON SE, TÜV Rheinland AG und Volkswagen AG werden mit Partneruniversitäten deutscher Technischer Universitäten in sieben Ländern, darunter China, Indien und Brasilien, zusammenarbeiten. Es wird unter anderem ein Angebot an Praktikumsplätzen, Diplomarbeiten oder Forschungsaufträgen entwickelt und für Studierende in diesen Ländern bereitgestellt. Auch mit deutschen Auslandsschulen und anderen internationalen Schulen soll kooperiert werden.

VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs: „German Engineering ist weltweit ein anerkanntes Merkmal für Produktqualität, aber auch für die hervorragende Ausbildung der Ingenieure. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern helfen, Qualitätsstandards der deutschen Ingenieurausbildung wie Technologie- und Problemlösungskompetenz, Innovationsfähigkeit, starke Anwendungsorientierung und ausgeprägten Praxisbezug in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu verankern.“ DUK-Präsident Walter Hirche: „Für eine nachhaltige Entwicklung brauchen wir weltweit gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure. Gemeinsam mit Unternehmen und den TU9 können wir einen relevanten Beitrag dazu leisten. Die Partnerschaft ist dabei offen, wir freuen uns über weitere interessierte Partner.“

Im November 2011 hat die UNESCO-Generalkonferenz auf Vorschlag von Deutschland eine Resolution zur „UNESCO Engineering Initiative“ verabschiedet. Im Fokus stehen insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländer. Ziele sind, die Ingenieurausbildung weltweit zu modernisieren, auf Nachhaltigkeit auszurichten, verstärkt Frauen als Ingenieurinnen zu gewinnen und die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen zu verbessern.

Die Partnerschaft „Quality Engineering for Sustainability“ soll nun Kooperationen zwischen deutschen Unternehmen, deutschen Technischen Universitäten und Universitäten in den sieben Zielländern intensivieren. Am 14. Februar wird die Partnerschaft durch die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding im Auswärtigen Amt in Berlin offiziell gestartet. Dies erfolgt in Anwesenheit von hochrangigen Vertretern der beteiligten Partner, aus dem Deutschen Bundestag sowie der Beigeordneten Generaldirektorin der UNESCO Gretchen Kalonji.

Stephan Berends | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de/
http://www.unesco.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie