Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spin-off der RWTH Aachen hilft Wissenschaftlern bei der Vermarktung eigener Entwicklungen

26.07.2010
Die als Spin-off der RWTH Aachen gegründete Handelsplattform www.antikoerper-online.de dient Wissenschaftlern, kleinen Forschungsgruppen oder Labors als Internetmarktplatz. Ohne großen Aufwand und finanzielles Risiko können sie selbstentwickelte Forschungsantikörper auf der Plattform weltweit anbieten.

Obwohl der Innovationsstandort Deutschland berühmt für seine Ideen und Produkte ist, schlummern viele großartige Forschungsantikörper noch in den Schubladen hiesiger Entwicklungslabors und Produktionsstätten. In der Regel bleiben diese einzigartigen Produkte aus Instituten oder Unternehmen einer breiten Nutzerschaft verwehrt. Für die systematische Vermarktung von Antikörpern fehlten bisher in den Instituten und Forschungslabors häufig Zeit und Möglichkeiten.

Die Vermarktung eigener Entwicklungen ist jedoch mittlerweile relativ leicht und ohne großes Risiko über das Internet möglich. Laut Umfragen nutzen über 80 Prozent der Wissenschaftler primär das Internet, um nach neuen oder alternativen Forschungsantikörpern zu suchen. „Ein Produkt im Internet anzubieten, ist ein guter Weg, um viele potentiellen Kunden schnell und kostengünstig zu erreichen“, erläutert Sabine Buchmeier, Mitarbeiterin der TU Braunschweig. „Dafür ist es aber wichtig, dass man in Suchmaschinen an prominenter Stelle erscheint. Auf einem gut eingeführten Marktplatz erscheint uns die Chance größer, die entscheidenden Kunden zu erreichen.“

Wissenschaftler der Abteilung Zellbiologie des Zoologischen Instituts der TU Braunschweig bieten ihre selbst entwickelten Antikörper über den Internetmarktplatz www.antikoerper-online.de anderen Wissenschaftlern an. Die von Prof. Dr. Brigitte M. Jockusch und Prof. Dr. Martin Korte bei ihrer eigenen Forschung über die Mechanismen der Komponenten des Zellskletts verwendeten monoklonalen Antikörper wurden im Rahmen mehrere Projekte im Laufe der letzten 17 Jahre entwickelt. „Einige unserer gut charakterisierten und publizierten Antikörper wurden immer häufiger von anderen Arbeitsgruppen im In- und Ausland angefragt“, erläutert Professor Jockusch. „Eine kommerzielle Vermarktung erscheint uns deshalb als ein gutes Mittel einen Teil der Entwicklungskosten zu refinanzieren.“

Die als Spin-off der RWTH Aachen und des Universitätsklinikums Aachen gegründete Handelsplattform www.antikoerper-online.de zählt mit ihrem Angebot von 250.000 Antikörpern und komplementären Produkten zu den führenden Online-Plattformen weltweit. Sämtliche deutsche Universitätskliniken sowie zahlreiche nationale und internationale Forschungsinstitute nutzen die Plattform, um Produkte zu ordern.

Getreu dem Motto „von Wissenschaftlern für Wissenschaftlern“ dient www.antikoerper-online.de Wissenschaftlern, kleinen Forschungsgruppen oder Labors als Internetmarktplatz. Sie können hier ihre Produkte ohne großen Aufwand und finanzielles Risiko in Deutschland, dem deutschsprachigen Ausland sowie Frankreich, USA und China vertreiben.

Die Plattform kümmert sich aktiv um die Online-Vermarktung aller eingestellten Antikörper. Dank der hohen Suchmaschinenlesbarkeit der Plattform tauchen alle bei www.antikoerper-online.de gelisteten Antikörper auf Google als einer der ersten Nennungen auf.

Für das Einstellen der Produkte auf der Plattform fallen keine Gebühren an: „Provisionen müssen nur gezahlt werden, wenn ein Wissenschaftler einen der Antikörper über www.antikoerper-online.de bestellt“, so Geschäftsführer Dr. Tim Hiddemann.

Über www.antikoerper-online.de:
www.antikoerper-online.de zählt zu den führenden Online-Plattformen für Forschungsantikörper und komplementäre Produkte weltweit.

Übersichtlich aufbereitet nach Antigenen, Anwendungen, Wirten oder Reaktivitäten ermöglicht die Plattform Wissenschaftlern die Identifikation des richtigen Antikörpers für ihre Forschungsarbeit. Dabei beschränken sich die Auswahlmöglichkeiten nicht allein auf Deutschland, sondern umfassen über 100 unterschiedliche Anbieter von Antikörpern und komplementären Produkten (zum Beispiel ELISA Kits, Peptide, Proteine) aus Europa, Nordamerika und Asien.

Neben der deutschsprachigen Plattform existieren auch Versionen in Englisch (www.antibodies-online.com), Französisch (www.anticorps-engligne.fr) und Chinesisch (www.kangti-zaixian.cn).

Ob Alzheimer, Tumor oder Diabetes – das Angebot umfasst Antikörper und komplementäre Produkte für fast alle Forschungsgebiete. Zwischen 250.000 Produkten können die Wissenschaftler wählen.

Über www.antikoerper-online.de können Wissenschaftler, kleine Forschungsgruppe oder Labors ihre eigenen Entwicklungen in Deutschland, dem deutschsprachigen Ausland sowie Frankreich, USA und China vermarkten und vertreiben.

Pressekontakt:
Patrik von Glasow
Schloss-Rahe-Str. 15
52072 Aachen
Tel.: 0241-9367-2533
Fax.: 0241-9367 2525
E-Mail: patrik.vonglasow@antikoerper-online.de
www.antikoerper-online.de
Weitere Informationen:
http://www.antikoerper-online.de
http://www.antibodies-online.com
http://www.anticorps-engligne.fr
http://www.kangti-zaixian.cn

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften