Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software-Ingenieuren gehört die Zukunft

08.04.2010
Der Bedarf an Engineering-Leistungen wächst in allen Branchen

Trotz hoher Nachfrage an Ingenieursleistungen steigt die Arbeitslosigkeit bei Ingenieuren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Hochrechnung des VDI (Verein Deutscher Ingenieure). Vor allem in Bereichen, in denen Software Engineering eine immer größere Rolle spielt, wächst die Ingenieurslücke. Experten empfehlen eine entsprechende berufliche Weiterbildung, um die Jobaussichten auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Es klingt paradox: Den rund 48.000 Stellenangeboten an Ingenieuren im Januar 2010 standen rund 29.000 Ingenieure ohne Job entgegen (Quelle: VDI Ingenieurmonitor). Zum Vergleich: Vor knapp einem Jahr waren es noch rund 65.000 Angebote und rund 23.000 arbeitslose Ingenieure. "Das sind nach wie vor Auswirkungen der Finanzkrise", sagt VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Judith Wüllerich, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit, pflichtet dem bei, ergänzt aber, dass Entwicklungsingenieure "noch immer gesucht sind". Einer Meinung sind beide Experten, dass die Nachfrage vor allem nach Maschinen- und Fahrzeugbau- sowie Elektrotechnikingenieuren besonders hoch ist.

Kein Wunder, qualifiziert ausgebildete Spezialisten für diese Bereiche sind eher rar. Denn gerade in diesen Industriezweigen geben immer mehr von Software-Ingenieuren entwickelte intelligente Anwendungen den Ton an. Anwendungen dieser Art finden z.B. als Steuerungssysteme Einsatz in Medizintechnik/Gesundheit, Energietechnik/-management, Umwelttechnik oder Automatisierung.

Solch intelligente Softwaresysteme werden zwar mit den klassischen Ingenieurmethoden entwickelt, allerdings gibt es "Engineering ohne Software Engi-neering heute nicht mehr", sagt Prof. Dieter Rombach, Leiter der Fraunhofer. des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering. Software Engineering sei eine Querschnittskompetenz, die überall benötigt werde. "Softwareingenieure arbeiten im Team mit Maschinenbauern, Elektrotechni-kern oder Medizinern", so Rombach. Man müsse interdisziplinär arbeiten und flexibel sein und in der Lage sein, mit den Ingenieuren aus anderen Fachdisziplinen zu kommunizieren. Genauso wichtig seien aber auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Für diese Anforderungen müsse sich der Ingenieur der Zukunft rüsten.

Auch nach Meinung von Prof. Dr. Barbara Paech, Sprecherin des Fachbereichs Softwaretechnik der Gesellschaft für Informatik, haben Hochschulabsolventen gerade dann sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, "wenn sie eine Weiterqualifizierung im Bereich Software Engineering absolviert haben".

Ein berufsbegleitendes Masterstudium zum Software Ingenieur bietet die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Beginn des viersemestrigen Studiums ist am 21. Oktober 2010. Interessenten benötigen den Abschluss eines technischen Studiums und Grundkenntnisse der Informationstechnik oder einen Hochschulabschluss mit informationstechnischer Fachrichtung. Weitere Informationen beim Organisator des Studiengangs: Verbund IQ gGmbH, Carsten Schmidhuber, Tel. 0911/424599-0, http://www.master-software-engineering.de

Astrid Maul | idw
Weitere Informationen:
http://www.master-software-engineering.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit