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So können sich Lerngruppen im Internet schneller finden

07.01.2010
Arbeitswissenschaftler und Psychologen der TU Chemnitz verbessern die Nutzerfreundlichkeit des Portals Uniturm.de

Das Wissensnetzwerk Uniturm.de bietet Studenten eine kostenlose Plattform, auf der man deutschlandweit Vorlesungsmitschriften, Hausaufgaben, studentische Arbeiten, Prüfungen und vieles mehr austauschen kann. Dabei unterscheidet sich dieses Onlineportal von anderen bekannten sozialen Netzwerken, welche stärker die emotionale Komponente fokussieren.

Uniturm.de hingegen zielt auf Wissensaustausch, bei dem sich Studenten auch in virtuellen Lerngruppen zusammenfinden können. Arbeitswissenschaftler und Psychologen der Kompetenzinitiative "Usability" an der TU Chemnitz untersuchten nun die Internetplattform Uniturm.de hinsichtlich ihrer Nutzerfreundlichkeit und optimierten sie.

"Der straffe Zeitplan, mit dem vor allem Bachelor-Studenten zu kämpfen haben, macht es immer wichtiger, neue Ressourcen zur Wissensgewinnung und Wissensaustausch optimal zu nutzen. Die deutschlandweite Vernetzung von Studierenden ermöglicht es, nicht nur Materialien schnell beschaffen zu können, sondern auch, neue Ansätze und Perspektiven in einem Fachgebiet erlangen zu können", erläutert Frank Dittrich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Arbeitswissenschaft, und ergänzt: "Die Verbindung lokaler Informationen, wie der eigenen Uni, dem eigenen Studiengang und den eigenen Lehrveranstaltungen mit allen Universitäten in Deutschland und nationaler Faktoren, also allen deutschlandweiten Studiengängen und Fächern, verlangt eine komplexe Struktur der Seite. Dies ist jedoch meist Grund für eine schlechte Bedienbarkeit und führt so zu einer erschwerten Erlernbarkeit der Seite. Neue Mitglieder der Plattform finden sich nur schlecht zurecht." Deshalb haben Arbeitswissenschaftler und Psychologen der TU Chemnitz das Online-Portal Uniturm.de aus Perspektive der Usability analysiert und verbessert.

Dittrich versichert, dass gerade im Webbereich eine gute Usability entscheidend sei: "Untersuchungen zeigen, dass Nutzer auf Internetseiten, die sie zum ersten Mal besuchen, in der Regel maximal 27 Sekunden verweilen. In dieser Zeit muss der Nutzer durch die Nutzeraspekte der Seite angesprochen werden, damit er weiter auf dieser Seite bleibt. Weiterhin spielt auch der sogenannte Joy of Use eine entscheidende Rolle. Vor allem bei Online-Portalen ist dies der Fall. Bei einer längeren Nutzung muss nicht nur die Bedienung einfach und zielführend sein, sondern darüber hinaus auch Spaß machen."

"Die Kompetenzinitiative Usability hat uns bei der Optimierung der Nutzerfreundlichkeit unseres Wissensnetzwerks Uniturm.de sehr unterstützt. Wir erhielten von den Usability-Experten aus Chemnitz wesentliche Verbesserungsvorschläge, um den Kundenutzen durch eine Umstrukturierung des Portals zu steigern und um die Anmelderate zu erhöhen. Zudem sind Funktionen der Seite nun schneller und besser wahrzunehmen. Das zeigt uns auch das positive Feedback unserer Nutzer", berichtet Alexander Reschke, Geschäftsführer von Uniturm.de.

Stichwort: "Kompetenzinitiative Usability"

Kleine und mittelständische Unternehmen in den neuen Bundesländern sind die Zielgruppe der "Kompetenzinitiative Usability" (KiU), die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für zweieinhalb Jahre mit insgesamt 500.000 Euro gefördert wird. Schulungen, Usability-Projekte und Beratungsdienstleistungen bietet das Projektteam der Technischen Universitäten Chemnitz und Berlin sowie des Zentrums Mensch-Maschine-Systeme (ZMMS) den Firmen an. Mitarbeiter der Professuren Allgemeine und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef Krems), Arbeitswissenschaft (Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer) sowie Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie (Prof. Dr. Manfred Thüring) arbeiten gemeinsam daran, das Thema Gebrauchstauglichkeit - also die Usability von Produkten - stärker in den Fokus von kleinen und mittleren Unternehmen zu rücken. Projekte mit einem Umfang bis zu fünf Tagen sind kostenfrei.

Wer Fragen zur Kompetenzinitiative und zum Thema Usability hat, findet Hilfe in der "Usability Sprechstunde". Donnerstags von 10 bis 12 Uhr bieten die Usability-Experten ihre kostenfreie Beratung an (Telefon 0371 531-37587 und 0371 531-37878).

Weitere Informationen erteilen Frank Dittrich, Professur Arbeitswissenschaft, Telefon 0371 531-37878, E-Mail frank.dittrich@mb.tu-chemnitz.de und Nina Bär, Professur Allgemeine und Arbeitspsychologie, Telefon 0371 531-37587, E-Mail Nina.Baer@phil.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.kiu-online.de
http://www.uniturm.de

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