Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schüler lernen mehr übers Meer

05.08.2010
Bildungsprojekt verknüpft Naturwissenschaft und Nachhaltigkeit - DBU stiftet 120.000 Euro

Viele Menschen zieht es im Urlaub an Deutschlands Küsten: Schwimmen, durchatmen, die Seele baumeln lassen. Doch nicht allen Menschen ist bewusst, dass Küsten und Meere sehr sensible Ökosysteme sind – auch nicht immer der einheimischen Bevölkerung. Hier setzt das Projekt „Meer im Fokus“ der Küsten Union Deutschland e.V. (EUCC-D) aus Rostock-Warnemünde an: Die Organisation entwickelt ein modernes Umweltbildungsangebot, bei dem Schüler auf Exkursionen die Ökosysteme Meer und Küste hautnah erleben und erkunden können. „Die Schüler sollen so für ihre unmittelbare Umwelt und die Besonderheiten der Küstenregion sensibilisiert werden. Dafür wollen wir Themen aus der Naturwissenschaft und aus der Bildung für nachhaltige Entwicklung gezielt miteinander verknüpfen“, erklärte Projektleiterin Anke Vorlauf. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben mit 120.000 Euro.

„Meer und Küste sind von hoher ökologischer Bedeutung, aber sie werden ebenso intensiv für Tourismus, Transport und Fischerei genutzt. In diesem Spannungsfeld geht das Projekt neue didaktische Wege der Auseinandersetzung mit dieser schwierigen Situation“, erläuterte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

Das zweijährige Projekt solle pro Jahr mit acht bis zehn Klassen umgesetzt werden, so Vorlauf. Hauptzielgruppe des Projektes seien Schüler von der achten bis zur 13. Jahrgangsstufe aller Schulformen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Interessierte Lehrkräfte könnten sich noch gerne melden. Die EUCC-D kooperiere bei der praktischen Umsetzung unter anderem mit den Umweltorganisationen Hohe Tied, Geo step by step und Deepwave.

Im Fokus des Projektes sollen Themen wie Tourismus, nachhaltige Fischerei und Aquakultur, Schiffsverkehr sowie der Klimawandel stehen, erklärte die Projektleiterin. Dafür werde es zunächst eine theoretische Einführung im Unterricht geben. Anschließend sollen sich die Schüler auf den Exkursionen durch selbstbestimmtes und entdeckendes Forschen eigenständig Wissen aneignen. Dabei könnten zum Beispiel Küstenstreifen, Werften, Häfen oder Aquakulturanlagen besucht werden. Kleine Forschungsaufträge, Experimente und Spiele würden den Schülern den Blick für die Besonderheiten von Küste und Meer öffnen. Die persönlichen Eindrücke und Erkenntnisse sollen dann durch eigene Fotos und Protokolle festgehalten werden.

In der anschließenden Projektphase sollen die Schüler ebenfalls eigenständig Themen zur nachhaltigen Entwicklung von Meer und Küste erarbeiten. Zum selbst gewählten Lerngegenstand werde mit Hilfe eines von der EUCC-D entwickelten eLearning-Systems (Lernen mit Unterstützung von digitalen oder elektronischen Medien) eigene Texte verfasst und ins Internet gestellt, Podcasts produziert, Fotowettbewerbe ausgerufen oder Ausstellungen in den eigenen Gemeinden organisiert. „Das Besondere ist, dass die Schüler dadurch selbst in die Multiplikatorenrolle schlüpfen und ihr Wissen in die Bevölkerung tragen“, erklärte Vorlauf. In den Städten und Dörfern könnten so mehr Bürger, Touristen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft für den Meeres- und Küstenschutz sensibilisiert werden.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de
http://www.dbu.de/123artikel30447_106.html

Weitere Berichte zu: DBU Exkursionen Illegale Fischerei Naturwissenschaft Ökosystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops