Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schreiblern-System fördert feinmotorische Entwicklung

10.10.2008
Schreibenlernen ist ein schwieriger, aber zugleich wichtiger Entwicklungsschritt für Kinder – die Herausforderung besteht in der Kombination aus kognitiver und motorischer Koordinationsleistung.

Um die Ausbildung der feinmotorischen Fähigkeiten zu unterstützen, wird von Experten der so genannte Zangengriff als Griffhaltung empfohlen, bei dem das Schreibgerät mit Daumen und Zeigefinger festgehalten und von unten mit dem Mittelfinger gestützt wird.

Durch Beugen und Strecken der Finger können so flüssige Bewegungen ausgeführt werden. Für die Ausbildung des Zangengriffes bedarf es jedoch eines Schreibgerätes, das eine korrekte Hand- und Fingerhaltung erlaubt und idealerweise auch fördert.

Im Auftrag der Pelikan Vertriebsgesellschaft mbh & Co. haben die Ergonomieexperten des Fraunhofer IAO ein neuartiges vierstufiges Schreiblern-System des Unternehmens hinsichtlich verschiedener ergonomischer und formalästhetischer Kriterien untersucht und weiterentwickelt. Bei »griffix« handelt es um ein ganzheitliches Produktkonzept, das den Schreiblern-Prozess durch vier verschiedene Schreibgeräte – Wachsschreiber, Bleistifte, Tintenroller, Füller – bereits ab dem Vorschulalter (ab fünf Jahre) konsequent unterstützt und begleitet.

Die Besonderheit des »griffix« Systems besteht in der ergonomischen Griffzone, die durch definierte Griffmulden die gewünschte Position der Finger unterstützt und so den Zangengriff fördert. Da die Griffzone über alle System- und Entwicklungsschritte konstant bleibt, können die Kinder ihre einmal gelernte Grifftechnik beibehalten und sich auf die Optimierung ihrer Schreibtechnik konzentrieren.

Die Untersuchungen des Fraunhofer IAO fanden an mehreren Kindertagesstätten und Grundschulen im Raum Stuttgart statt. Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren testeten die vier »griffix« Produkte.

Die Beobachtung der Kinder und die Analyse der Griffhaltung bei verschiedenen grafomotorischen Übungen zeigten, dass das Griffmuldenkonzept prinzipiell richtig umgesetzt wurde. Optimierungspotenzial bestand jedoch in der Ausformung der einzelnen Mulden. Nachdem die vom Fraunhofer IAO erarbeiteten Gestaltungsempfehlungen umgesetzt wurden, ist das System inzwischen im Handel erhältlich.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Katrin Meinken
Nobelstraße 12
D-70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2348
Telefax +49 711 970-2299
katrin.meinken@iao.fraunhofer.de

Katrin Meinken | Fraunhofer IAO
Weitere Informationen:
http://www.he.iao.fraunhofer.de
http://www.iao.fraunhofer.de/d/presse/iao_news.hbs?catid=145#1140

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie