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Wer schnell dazulernt, bekommt den Job – Lernpotenzial AC in der NORDAKADEMIE

12.04.2012
Es war für einige Absolventen der NORDAKADEMIE eine einmalige Chance, die sie sich nicht entgehen lassen wollten.
Denn beim zweieinhalbtägigen Lernpotenzial Assessment Center (AC) in der Elmshorner Hochschule der Wirtschaft erhielten die 37 Berufseinsteiger von 68 als Beobachter eingesetzten Personalexperten namhafter Unternehmen eine unmittelbare Beurteilung in Sachen Lernbereitschaft und Lernfähigkeit.

„Das werden sie so schnell nicht wieder bekommen, von so vielen Personalern beurteilt zu werden“, erklärte am Schluss der wissenschaftlichen Veranstaltung Prof. Dr. David Scheffer, der das AC einmal pro Jahr organisiert. Als besonders positiv bezeichnete Scheffer die Tatsache, dass sich fast alle Teilnehmer im Verlauf Lernpotenzial AC in ihren Leistungen signifikant verbessert hatten.

In vielen Unternehmen ist beim Einstieg in den Beruf und für die weitere Karriere die Teilnahme an einem Assessment Center (AC) ein zentraler Baustein. Deshalb beschäftigt sich Psychologe Prof. Dr. David Scheffer von der NORDAKADEMIE Elmshorn seit Jahren damit, verschiedene AC-Werkzeuge zu optimieren. So verbesserte Scheffer auch diesmal das Konzept: Zielvereinbarungen wurden präziser und konkreter gefasst, die Aufgaben realistischer, wie sie täglich in Firmen vorkommen können. Überhaupt waren diesmal die Teilnehmer verständiger als im vergangenen Jahr. „So stellten die meisten Personalexperten bedeutsame Verhaltensänderungen innerhalb nur eines Tages fest“, sagt Prof. Scheffer.

Besonders gut verbessern konnten sich die NORDAKADMIE-Absolventen, als es darum ging, eine Verhandlungssituation strukturiert zu planen, die Ausgangslage aus realistischen Fallbeispielen zu analysieren und sich dann zielorientiert und sozial kompetent gegenüber berufserfahrenen Gesprächspartnern durchzusetzen.

„Das Lernpotenzial AC, das auf ein Konzept von Prof. Werner Sarges zurückgeht, wurde erstmals im vergangenen Jahr an der NORDAKADEMIE systematisch beforscht und wissenschaftlich evaluiert. Es ist ein innovatives und sehr nützliches Verfahren zur Einschätzung der eigenen Lernfähigkeit“, erläutert Prof. Scheffer. Nach Ansicht des Psychologen fördert es die Kompetenz, sich selbst relevante Lernziele zur Aufgabenerfüllung zu setzen. Durch das intensive und sofortige Feedback durch die Personalexperten, so Scheffer, haben die AC-Kandidaten die Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln und ihr vorhandenes Potenzial optimal auszuschöpfen.

Der Vorteil für Unternehmen besteht beim Lernpotenzial AC darin, dass nicht nur der Leistungsstand des Bewerbers beurteilt werden soll, sondern auch die Fähigkeit zur Veränderung bzw. zur Verbesserung. Wenn ein Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt niemanden findet, der seinen Anforderungen genau entspricht, so kristallisiert sich beim Lernpotenzial AC jedoch relativ schnell ein Bewerber heraus der in der Lage ist, in kurzer Zeit dazuzulernen.

Christine Westphal, Managerin bei Dräger in Lübeck und selbst Absolventin der NORDAKADEMIE, ist bereits zum sechsten Mal Beobachterin beim AC in Elmshorn. Sie empfindet es als besonders positiv, dass – anders als beim herkömmlichen AC – die Teilnehmer, unmittelbar, nachdem sie eine Aufgabe bewältigt haben, ein Feedback bekommen. „Das ist auch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Unternehmen besonders wichtig“, sagt Westphal und fügt hinzu, dass bei Dräger seit Jahren eine ausgeprägte Feedback-Kultur herrsche.

Die 37 Absolventinnen und Absolventen, die sich zweieinhalb Tage lang realistischen Aufgabensituationen stellten, sind überwiegend in den Kooperationsunternehmen der Hochschule tätig. Die Beobachter kommen aus Norddeutschen Unternehmen wie Blohm + Voss, Daimler, der Hamburger Hochbahn, Hauni, Kühne & Nagel, der Techniker Krankenkasse, E.ON Hanse, Dräger, der Deutschen Telekom sowie vom Arbeitgeberverband Nordmetall.

Kristina Sommer | idw
Weitere Informationen:
http://www.nordakademie.de/

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