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Schavan: "Wir sind verlässlicher Partner der Begabtenförderungswerke"

23.09.2010
Auch künftig soll ein Prozent der Studierenden ein Stipendium bekommen / Ministerin stellt zusätzliche Förderung in Aussicht

Als "beispiellose Erfolgsgeschichte" würdigte Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Arbeit der Begabtenförderungswerke in Deutschland. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die Werke die Zahl der Studierenden, die durch ein Stipendium gefördert werden, von rund 13.400 auf fast 23.000 gesteigert.

"Die Werke helfen mit, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern. Sie ermutigen junge Menschen zu Spitzenleistungen und tragen durch ihre ideellen Förderangebote dazu bei, dass junge Menschen eine umfassende Bildung erhalten, die weit über das rein Fachliche hinausgeht," erklärte die Ministerin bei einem Treffen mit den Leiterinnen und Leitern der zwölf Begabtenförderungswerke am Mittwochabend in Berlin.

Ermöglicht wurde diese Erfolgsgeschichte durch eine enorme Steigerung der Investitionen der Bundesregierung in diesem Bereich. Umfasste der Titel Begabtenförderung im Jahr 2005 noch 80,5 Millionen Euro, so sind im Regierungsentwurf für das Jahr 2011 jetzt 136,7 Millionen Euro vorgesehen - das ist ein Plus von 56 Millionen Euro innerhalb von sechs Jahren. Zum Vergleich: In den sieben Jahren zwischen 1998 und 2005 betrug der Zuwachs 28,9 Millionen Euro. Ministerin Schavan: "Gute Bildung ist die wichtigste Zukunftsinvestition. Daher unterstützen wir Hochbegabte genauso wie junge Menschen, die einen besonderen Förderbedarf haben, weil sie ihren Bildungsweg unter ungünstigen Startvoraussetzungen beginnen. Das ist ein Gebot der Bildungsgerechtigkeit."

Im Gespräch mit den Leiterinnen und Leitern der Begabtenförderungswerke unterstrich die Ministerin, dass sie diesen Kurs auch in Zukunft fortsetzen werde. Sie kündigte an, sie werde sich im parlamentarischen Verfahren zum Haushaltsplan 2011 zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 136,7 Millionen Euro für eine Steigerung des Titelansatzes um weitere 35 Millionen Euro einsetzen. "Wir können so auch in Zukunft sicherstellen, dass ein Prozent der Studierenden ein Stipendium der Begabtenförderungswerke erhält", sagte Schavan. Zudem soll die Werkeförderung zum kommenden Sommersemester an die BAföG-Reform angepasst werden - sofern diese bis dahin von den Ländern gebilligt wurde. Auf breite Zustimmung der Leiterinnen und Leiter der Begabtenförderungswerke stieß die Ankündigung der Ministerin, das einkommensunabhängige Büchergeld im nächsten Jahr in einem ersten Schritt von 80 auf 150 Euro zu erhöhen. Eine weitere Erhöhung auf 300 Euro ist nach den Worten Schavans noch für diese Legislaturperiode vorgesehen.

Zur Kritik, dass der Regierungsentwurf für die Begabtenförderungswerke 2011 zwar höher ausfalle als 2009, aber niedriger als im Rekordjahr 2010, sagte Schavan: "Wir reden hier über einen Entwurf, und noch nicht über den fertigen Haushaltsplan. Und selbst wenn es tatsächlich soweit käme, dass wir die Spitzenzahlen aus dem Jahr 2010 nicht in voller Höhe halten können, weil ein Teil davon zur Unterstützung von Kindern aus Hartz-IV-Familien verwendet werden soll, hätten wir immer noch mehr Mittel für die Begabtenförderung zur Verfügung als in allen vorangehenden Jahren."

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