Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Mehr Chancengerechtigkeit beim Hochschulzugang"

04.12.2009
Neue Auswahlrunde für Aufstiegsstipendien / Studium von beruflich Qualifizierten eröffnet zusätzliche Innovationspotenziale

In dieser Woche startet eine neue Auswahlrunde zur Vergabe von Hochschulstipendien für beruflich Qualifizierte. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte dazu am Mittwoch: "Wir wollen die Chancengerechtigkeit beim Hochschulzugang erhöhen und nicht-traditionelle Hochschulzugangswege stärken. Deshalb werden wir die Mittel für die erfolgreichen Aufstiegsstipendien im kommenden Jahr noch einmal deutlich aufstocken."

Mit der Förderung von Aufstiegsstipendien soll insbesondere talentierten Personen ohne Abitur der Zugang zum Studium ermöglicht werden. Im Koalitionsvertrag wurde der weitere Ausbau der Aufstiegsstipendien vereinbart, um mehr beruflich Qualifizierte für ein Studium zu gewinnen. Ein Jahr nach Einführung des Programms im Herbst 2008 wurden bereits 1.500 Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt.

Schavan: "Die Hochschulen sollten sich noch stärker auf Studienbewerber mit Berufserfahrung ausrichten. Es ist wichtig, dass wir alle Talente fördern und beruflich erfolgreichen Menschen ein Studium ermöglichen; das bringt der Wirtschaft zusätzliche Fachkräfte und der Gesellschaft insgesamt Innovationspotenziale." Aktuelle Studien heben die Bedeutung der wissenschaftlichen Weiterbildung für den Auf- und Ausbau von Innovationskompetenz hervor. Mit der Qualifizierungsinitiative und der Hightech-Strategie werden Innovationskompetenzen durch die Bundesregierung gezielt gefördert. Das Programm "Aufstiegsstipendium" ist ein Kernelement der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung.

Schavan: "Innovationspotenziale entstehen insbesondere da, wo Wissen in neue Produkte und Dienstleitungen umgesetzt wird. Das Studium mit Berufserfahrung verbindet in besonderer Weise eine Anwendungsorientierung mit wissenschaftlicher Kompetenz. Die Förderung der wissenschaftlichen Weiterbildung durch die Aufstiegsstipendien trägt dazu bei, Umsetzungslücken zu überwinden. Dies gilt nicht nur für Hightech-Bereiche. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind etwa auch für Berufe im Gesundheitsbereich oder für Erzieherinnen und Erzieher von Bedeutung."

Im Programm "Aufstiegsstipendium" belegt ein Drittel der Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Jeder zweite ist jeweils in den Studienfachrichtungen Gesundheit und Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben. Dabei sind rund 40 Prozent älter als 30 Jahre. Die Hälfte studiert in einem berufsbegleitenden Studiengang.

Das Programm "Aufstiegsstipendium" wird von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durchgeführt. Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das Aufstiegsstipendium 650 Euro sowie 80 Euro Büchergeld. Zusätzlich gibt es eine Kinderbetreuungspauschale von 113 Euro für das erste Kind und jeweils 85 Euro für jedes weitere. Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in einem berufsbegleitenden Studiengang studieren, erhalten jährlich 1.700 Euro für Maßnahmekosten.

Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie einen Einblick in ein Online-Tagebuch von Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten Sie im Internet unter: www.bmbf.de/aufstiegsstipendium und www.aufstiegsstipendium.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.aufstiegsstipendium.de
http://www.bmbf.de/aufstiegsstipendium
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie