Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Gutes Zeugnis für unseren Wachstumskurs"

24.02.2010
Expertenkommission Forschung und Innovation legt ihre dritte Studie vor

Die von der Bundesregierung eingerichtete Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am Mittwoch in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan ihr drittes Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit überreicht.

"Die Experten bestätigen uns in unserem Innovations- und Wachstumskurs nachdrücklich", sagte Ministerin Schavan. "Sie unterstreichen die hohe Bedeutung von Bildung und Forschung in den Plänen der Bundesregierung."

Die Innovationsforscher loben die Bundesregierung für den Ausbau ihrer Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE). Deutschland habe sich in den vergangenen Jahren damit von den USA sowie bedeutenden EU-Ländern positiv abgesetzt. Mit der Hightech-Strategie sei die Forschungs- und Innovationspolitik effektiver geworden. Ministerin Schavan verwies darauf, dass gleichzeitig die Entwicklung von FuE in der Wirtschaft bis weit in die Wirtschafts- und Finanzkrise hinein durch eine hohe Dynamik geprägt war: Die Unternehmen steigerten ihre jährlichen Investitionen in FuE von 2005 bis 2008 um jährlich 7,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 19 Prozent.

Ministerin Schavan begrüßte die Forderung der Kommission nach stärkerer Fokussierung der Hightech-Strategie auf die zukunftsträchtigen Felder Klima/Energie, Gesundheit, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Genau dies hat die Bundesregierung mit der Weiterentwicklung der Hightech-Strategie vor: "Wir konzentrieren uns auf Themen, zu denen Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland wichtige Beiträge leisten können", sagte sie. "Damit steigern wir auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft."

Die Kommission widerspricht der in der Vergangenheit oft vertretenen These einer innovationshemmenden "Versäulung" der Forschungslandschaft in Deutschland. In den vergangenen Jahren seien verstärkte Kooperationen und tragfähige Modelle der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen entstanden. Ministerin Schavan verwies in diesem Zusammenhang auf die von der Bundesregierung beschlossene Fortschreibung der Exzellenzinitiative, des Hochschulpakts und des Paktes für Forschung und Innovation. "Deutschland ist ein attraktiver Wissenschaftsstandort, der durch diese drei Pakte nachhaltig gestärkt wird", sagte die Ministerin. Auch bei der Umsetzung der Bologna-Reformen sei Deutschland auf einem guten Weg. "Wir haben den Korrekturbedarf erkannt - und werden gemeinsam mit den Ländern daran arbeiten, ihn umzusetzen."

"Wir brauchen in den neuen Ländern auch weiterhin eine gezielte Innovationspolitik und -förderung", sagte Schavan. Die Struktur des Innovationssystems in den neuen Ländern unterscheide sich auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch substanziell von der Struktur in den alten Ländern - zum Beispiel im Hinblick auf den Anteil der FuE-Aufwendungen durch die Industrie. Hinzu komme, dass mit der Abwanderung von Fachkräften, den Folgen der demographischen Entwicklung und einer überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit die Bedingungen für ein erfolgreiches Wirtschaften in Ostdeutschland immer noch andere seien als in Westdeutschland.

Mit dem Gutachten zu Forschung und Innovation stellt sich die Bundesregierung dem Urteil unabhängiger Expertinnen und Experten. Vergleichbar mit dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (das Gutachten der so genannten Wirtschaftsweisen) gibt es seit zwei Jahren regelmäßig eine wissenschaftlich fundierte Politikberatung für die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung. Ministerin Schavan sagte, dass die Bundesregierung das Gutachten und seine Empfehlungen nun genau prüfen werde. Im Mai nimmt die Regierung mit dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2010 detailliert zu dem EFI-Gutachten Stellung.

Das Gutachten finden Sie im Internet unter http://www.e-fi.de

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.e-fi.de
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics