Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Risikobereitschaft wird mit 1,25 Millionen Euro belohnt

21.06.2010
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Entwicklung einer neuen Generation von Titandioxid-Nanoröhren an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit 1,25 Millionen Euro.

Der Leiter des Lehrstuhls für Werkstoffwissenschaften (Korrosion und Oberflächentechnik) der FAU, Prof. Dr. Patrik Schmuki, wurde dazu ins Koselleck-Programm der DFG aufgenommen, das besonders innovative und im positiven Sinn risikobehaftete Forschungsvorhaben ermöglicht. Schmuki erhält die in diesem Rahmen höchstmögliche Fördersumme, mit der er innerhalb der nächsten fünf Jahre seine erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der Oberflächentechnik weiter intensivieren kann.

Die Universität Erlangen-Nürnberg nimmt bereits heute eine führende Position bei der Herstellung und Anwendung von Titandioxid-Nanoröhren ein. Wird ein Werkstoff mit den Nanoröhren beschichtet, können seine Oberflächeneigenschaften gezielt beeinflusst werden, beispielsweise zur direkten katalytischen Umwandlung von Sonnenlicht oder der Wechselwirkung mit menschlichen Körperzellen. Zum Einsatz können die Nanoröhren unter anderem in der Medizin kommen, wo sie Implantate langlebiger und komplikationsloser verwendbar machen.

Eine gänzlich neue Generation der Titandioxid-Nanoröhren will Prof. Schmuki mit Hilfe der Koselleck-Förderung schaffen: Durch die dreidimensionale und extrem präzise Modifikation der Röhrenwände im Nanometerbereich sollen deren elektronische Eigenschaften grundlegend verbessert und die Einsatzbereiche erweitert werden. Langfristige Ziele sind eine wirtschaftliche Wasserstoffproduktion auf der Basis von Solarenergie, die Steigerung des Wirkungsgrads von Farbstoff-Solarzellen sowie die Entwicklung von bifunktionalen medizinischen Implantaten, die an genau definierten Stellen besondere Eigenschaften, beispielsweise eine bakterizide Wirkung, entfalten.

Die Aufnahme in die Reinhart-Koselleck-Förderung signalisiert dem Geförderten großes Vertrauen seitens der DFG: Über den Betrag von 1,25 Millionen Euro kann Professor Schmuki innerhalb der nächsten fünf Jahre mit nur wenigen Auflagen frei verfügen. In die Koselleck-Programme wählt die DFG Wissenschaftler, die sich durch besondere Leistungen ausgewiesenen haben und in hohem Maß innovative oder im positiven Sinn risikobehaftete Projekte durchführen wollen. Namensgeber des Programms ist der 2006 verstorbene Reinhart Koselleck, der als einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts zu den Begründern der modernen Sozialgeschichte in Deutschland gehört.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Patrik Schmuki
Tel.: 0931/85-27575
schmuki@uni-erlangen.de

Pascale Anja Dannenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften