Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapid Prototyping von Services

25.01.2011
Mit dem »ServLab« bietet das Fraunhofer IAO die Möglichkeit, Dienstleistungen schon in frühen Entwicklungsstadien virtuell zu erproben. Als ideale Ergänzung zum realen Labor können Benutzer als Avatare in »Second Life« komplette Dienstleistungsszenarien auf einer virtuellen 3-D-Plattform erstellen und testen.

Dienstleistungen haben gegenüber Produkten einen großen Nachteil: sie lassen sich schwer darstellen. Ein Produkt oder eine Produktidee kann man relativ schnell und einfach veranschaulichen und anpassen durch Modifikationen an Form, Farbe, Material oder Größe.

Unter einer Dienstleistung stellt sich jeder etwas anderes vor und selten werden die individuellen Erwartungen erfüllt. Diese Diskrepanz zwischen Vorstellung und Realität wirkt sich im besonderen Maße bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen aus.

Vor diesem Hintergrund entstand am Fraunhofer IAO das ServLab: das Dienstleistungslabor bietet die einzigartige Möglichkeit, Dienstleistungsinnovationen schon in sehr frühen Stadien sicht-, erleb- und erfahrbar zu machen. Dank Virtual Reality entstehen verblüffend naturgetreue Räume. Professionelle Schauspieler erwecken Szenarien zum Leben. Mit diesen Visualisierungsmöglichkeiten eröffnet das Labor neue Wege, Mitarbeiter, Partner und Kunden in den Innovationsprozess einzubinden. Für eine strategische und systematische Dienstleistungsentwicklung kommen die unterschiedlichsten Methoden und Werkzeuge zum Einsatz. Das ServLab ist die High-End-Lösung, wenn es darum geht, ein Servicekonzept schon während seiner Entwicklung auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren.

Doch nicht immer muss es die High-End-Lösung sein, um Dienstleistungsinnovationen zu testen und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Daher hat das Fraunhofer IAO ein zweites »virtuelles Labor« in Second Life zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine 3-D-Online-Infrastruktur, in der Projektbeteiligte im virtuellen Raum komplette Dienstleistungsszenarien nach ihren Vorstellungen gestalten können. Mit Hilfe von virtuellen Repräsentanten (Avatare) kann das Projektteam in die Rollen von Kunden und Mitarbeitern schlüpfen und in der eigens geschaffenen Welt verschiedene Dienstleistungssituationen durchspielen und direkt bewerten. Unabhängig vom Aufenthaltsort der Projektbeteiligten bietet dieses virtuelle Labor eine ideale Ergänzung zur Arbeit vor Ort im ServLab.

Aktuell wird Second Life in drei Projekten eingesetzt: Ein Startup-Unternehmen nutzt die Möglichkeit der schnellen Visualisierung von Räumen und Abläufen, um ihren innovativen, aber noch abstrakten Businessplan zu konkretisieren und die Umsetzung vorzubereiten. In einer Workshop-Serie werden Shop-Konzept und Kundeninteraktion modelliert und aufeinander abgestimmt. Ein zweites Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau nutzt »Second Life« und das ServLab, um die Zusammenarbeit zwischen Service-Technikern und Vertrieb zu optimieren. Im dritten Projekt geht es darum, neue Wege bei der Beratung von schwerkranken Patienten zu erproben.

Ansprechpartnerin
Fraunhofer IAO
Sibylle Hermann
Telefon +49 711 970-2020, Fax +49 711 970-2299
sibylle.hermann@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.servlab.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie