Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rachel: „Kompetenzzentrum stärkt Mikroelektronik in Deutschland“

31.05.2010
Ob für die schnelle Datenverarbeitung in medizinischen Geräten oder eine energieeffiziente Steuerung von Elektroautos: Mikroelektronische Systeme müssen immer kleiner und energieeffizienter werden, immer mehr Leistung bringen und immer mehr Funktionen vereinen.

Eine Methode, um das zu erreichen, ist die 3D-Systemintegration. Hierunter versteht man das dreidimensionale Anordnen und elektrische Verbinden unterschiedlicher elektronischer Bauteile zu einem leistungsfähigen und kostengünstigen Gesamtsystem. In Dresden wird heute das Fraunhofer IZM-Zentrum All Silicon System Integration Dresden (ASSID) eröffnet. Dort sollen Technologien für eine 3D-Systemintegration von Halbleiterbauelementen entwickelt und marktreif gemacht werden.

„Die 3D-Systemintegration ist eine Schlüsseltechnologie mit hoher strategischer Relevanz. Sie wird einen signifikanten Beitrag zu den Herausforderungen der Hightech-Strategie in den wichtigen Bereichen Gesundheit, Mobilität und Umwelt leisten können“, erklärte Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seiner Ansprache bei der Eröffnungsfeier des Zentrums. Rachel: „Auch für mittelständische und kleine Unternehmen ist die 3D-Systemintegration und damit das neue Zentrum ASSID von Bedeutung, da die bereitgestellten Verfahren das Produktspektrum erweitern und sich hierdurch neue Marktchancen ergeben.“

Das BMBF und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben im November vergangenen Jahres die finanziellen Voraussetzungen für die Gründung des neuen Zentrums in Dresden geschaffen. Für die Geräteerstausstattung des ASSID haben Bund, Europäische Union und Freistaat Sachsen insgesamt 49,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Das BMBF fördert darüber hinaus ein erstes FuE-Vorhaben mit 13 Millionen Euro; insgesamt summiert sich die Unterstützung des BMBF damit auf 22 Millionen Euro.

Die kleinen ressourcenschonenden Elektroniksysteme werden in vielen Branchen benötigt, zum Beispiel für die schnelle und komplexe Signalverarbeitung in den Bereichen Medizin und Sicherheit, für effiziente Steuerungen von Energieanlagen und Fahrzeugen, im Maschinenbau und der Automatisierungstechnik.

Die Herausforderungen bei ihrer Herstellung sind immens. Unterschiedliche elektronische Komponenten wie Sensoren, Prozessoren, Speicher und eine autonome Energieversorgung müssen zu einem extrem miniaturisierten dreidimensionalen (3D-) System zusammengefügt werden. Und die industrielle Fertigung stellt höchste Ansprüche an die Entwicklung und Qualifizierung der technologischen Einzelprozesse sowie innovativer Verfahren und Lösungsansätze bis hin zum Einsatz neuer Materialien.

Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM wird seine langjährige und international herausragende Expertise auf diesen Gebieten in das Zentrum ASSID einbringen. „Unser Ziel ist es, für die verschiedensten Kunden aus Industrie und Forschung maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln“, erklärte Dr. Klaus-Dieter Lang vom Fraunhofer IZM. Das Fraunhofer IZM – ASSID ist fest eingebunden in das institutionelle Forschungs- und Industrienetzwerk mit den Firmen des Silicon Saxony sowie den Fraunhofer-Instituten am Industriestandort Sachsen.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2870.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE