Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"KLIFF" erforscht Klimawandel in Niedersachsen

31.03.2009
Neuer Forschungsverbund gestartet

"Der Klimawandel und der verantwortungsvolle Umgang mit seinen Folgen zählen zu den wichtigsten Herausforderungen der nahen Zukunft. Der Klimawandel ist bereits heute regional bei uns spürbar. Wir würden es uns daher zu leicht machen, wenn wir den Fokus nur auf globale Prozesse richteten", sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, am (heutigen) Dienstag bei der Vorstellung des neuen Forschungsverbunds "Klimafolgenforschung - Szenarien für die Klimaanpassung" (KLIFF).

Die beteiligten Wissenschaftler wollen die Auswirkungen des Klimawandels speziell in Niedersachsen erforschen. Was bedeutet Klimawandel für Harz, Heide oder ostfriesische Inseln, für Landwirtschaft, Tourismus oder Küstenschutz? Und wie geht das Land mit den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen am besten um?

Um Antworten auf Fragen wie diese zu bekommen, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur einen Forschungsverbund gestartet und stellt dafür in den kommenden fünf Jahren bis zu 13,6 Millionen Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab zur Verfügung. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 21 Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Projektanträge wurden durch eine hochrangige Gutachtergruppe der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) ausdrücklich positiv bewertet und als qualitativ hochwertiges und aussichtsreiches Forschungsprogramm zur Förderung empfohlen.

Der Forschungsverbund wird von Professor Dr. Friedrich O. Beese von der Universität Göttingen geleitet, weitere federführende Einrichtungen sind die Leibniz Universität Hannover, die Technische Universität Braunschweig, die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, die Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.

In Niedersachsen ist die mittlere Jahrestemperatur in den letzten 50 Jahren bereits um 1,4 Grad Celsius gestiegen; Klimawandel findet also messbar statt. Modelle prognostizieren mildere und feuchtere Winter sowie heiße und trockene Sommer. Der Meeresspiegel wird nach neuen Berechnungen mindestens um etwa einen halben Meter steigen. Die Forscher sind sich einig, dass die Auswirkungen des Klimawandels das Küsten- und Agrarland Niedersachsen in mehrfacher Hinsicht treffen werden. Genaue Szenarien für den Klimawandel und seine regionalen Folgen gibt es bislang aber noch nicht.

Die Forschungsarbeiten werden daher die für Niedersachsen bedeutenden Themen abdecken: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Küstenschutz. Für diese Themen wollen die Wissenschaftler in interdisziplinären Arbeitsgruppen Methoden erarbeiten, mit denen die zu erwartenden Veränderungen erfasst und bewertet werden können. Gemeinsam mit Partnern und Betroffenen aus der Praxis sollen die Ergebnisse zu Anpassungsstrategien verarbeitet und in die räumliche Planung umgesetzt werden. Die Methoden werden exemplarisch in klimaempfindlichen Regionen in Niedersachsen erarbeitet: im Einzugsgebiet der Leine und Aller mit den Naturräumen Harz und Heide sowie im Küstenraum.

Im Verbund werden auch das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung sowie das GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht mit den niedersächsischen Partnern zusammenarbeiten.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Demographie beeinflusst Brutfürsorge bei Regenpfeifern

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand

25.04.2018 | Maschinenbau

Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0

25.04.2018 | HANNOVER MESSE

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics