Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Haus der kleinen Forscher" übertrifft Erwartungen

23.08.2010
Naturwissenschaftliche Frühförderung erhält mehr Geld, "Technikum" läuft aus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das "Haus der kleinen Forscher" ab nächstem Jahr mit zusätzlichen zwei Millionen Euro fördern. Das Projekt schreibe eine "beeindruckende Erfolgsgeschichte", so Bundesministerin Annette Schavan.

Mehr als 12.500 Kindertageseinrichtungen haben sich seit 2007 in 165 regionalen Netzwerken zusammengeschlossen, um bei Kindern frühzeitig das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen und an Technik zu wecken - etwa durch Experimentierkurse oder Museumsbesuche. Dazu wurden mehr als 25.000 Erzieherinnen und Erzieher qualifiziert.

In den Netzwerken engagieren sich Handelskammern, Volkshochschulen, regionale Stiftungen, Ingenieure und Handwerker. Die zwei Mio. Euro fließen in die Ausweitung des "Haus der kleinen Forscher" auf die Altersgruppe der 6 bis 10jährigen Kinder ab 2011. Bisher förderte das BMBF das Projekt mit durchschnittlich rund 1,25 Mio. Euro jährlich.

Damit wird das ursprünglich geplante Ziel von 10.000 "Häusern der kleinen Forscher" schon jetzt weit übertroffen. Bis Ende des Jahres sollen 15.000 Kindertageseinrichtungen einbezogen werden. Rund 600.000 Kinder können dann von den Angeboten profitieren. Schavan: "Unser Ziel muss sein, das Interesse an Naturwissenschaften und Technik so früh wie möglich zu wecken."

Das Technikum, ein freiwilliges technisches Jahr zur Studien- und Berufsorientierung für Abiturienten, wird dagegen Ende September 2010 auslaufen. Die Zwischenbilanz hat gezeigt, dass sich neben dem Bund mittlerweile auch die Länder für eine bessere Technikbildung in der Schule einsetzen. Auch Wirtschaft und Hochschulen haben die Initiative des BMBF aufgegriffen und engagieren sich zunehmend in diesem Bereich. Das Ministerium unterstützt diese Initiativen auch weiterhin, etwa durch Aktionen wie das "Science Center", Mitmach-Labore und das "Jahr der Wissenschaft". Daneben werden auch Projekte zur Förderung der sogenannten MINT-Fächer weitergeführt, etwa der MINT-Frauenpakt, der bei Frauen mehr Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken soll.

Zuletzt hatte der in dieser Woche veröffentlichte Bildungsmonitor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln bestätigt, dass Fächer wie Mathematik und Naturwissenschaften immer wichtiger werden. Sachsen und Thüringen, die diesjährigen "Sieger" des Bildungsmonitors, liegen deshalb an der Spitze, weil sie sich besonders der Förderung der sogenannten MINT-Fächer annehmen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise