Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt zur Organisationsentwicklung in der Kita endet

30.11.2011
Was ist wichtig im täglichen Miteinander? Neue, werteorientierte Instrumente für die Personal- und Organisationsentwicklung in Kindertagesstätten wurden jetzt an der Universität Duisburg-Essen (UDE) vorgestellt.

Im Projekt „Lernen-Erfahren-Austauschen“ (LEA) entstand am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) ein Konzept für Träger, Leitungen und Personalverantwortliche. Die Arbeit mit Werten aus systemischer Perspektive bildet hier die Basis.

Vorrangig ging es um individuelle Werte bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Ihr Potenzial wurde ermittelt, um nachhaltige Lösungen für die gestiegenen organisatorischen Herausforderungen von Kindertageseinrichtungen zu entwickeln. Umgesetzt wurde dieses Konzept in mehreren Benchmarking-Kreisen:

Dazu trafen sich während der dreijährigen Projektlaufzeit (2008-2011) regelmäßig etwa 150 Führungskräfte von Kindertageseinrichtungen in vier Bundesländern, um ihre Managementkompetenzen zu stärken.

Dabei wurden zentrale Praxisthemen wie Kommunikation, Motivation, Kooperationen bearbeitet. Die Qualifizierungsreihen flankierte eine repräsentative Befragung von 1.800 Leitungskräften, die den Zusammenhang zwischen Werte-Haltungen und Qualität der Leistungsangebote genauer analysierte.

Tim Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAQ, erläutert: „Wertschätzung bedeutet für uns sprichwörtlich 'Werte schätzen' – denn Werte liefern den Zugang zu nachhaltigen und wirksamen Strategien zur Gestaltung von Organisationen.“

Es entstanden verschiedene Werkzeuge für die Entwicklung von Wertschätzung: etwa das „Werteprofiling“ als Analyseverfahren bei Mitarbeiterbefragungen oder bei der Personalauswahl. Weitere Tools zur Personalentwicklung helfen beispielsweise Wertekonflikte in der Teamführung zu erkennen und zu meistern, wertebasierte Mitarbeitergespräche zu führen oder seine eigene Wertehierarchie kennen zu lernen, um eine professionelle Haltung zu entwickeln.

„Die schriftliche Abschlussevaluation und das positive Feedback der Teilnehmer bei den Veranstaltungen belegen die Wirksamkeit des Ansatzes“, ist sich Projektleiterin Karin Esch vom IAQ-Forschungsschwerpunkt „Bildung und Erziehung im Strukturwandel“ sicher.

Der Transfer erfolgt nun über best practice e.V.: Als Partner des IAQ und der UDE setzt das Beraternetzwerk die Projektergebnisse in Fortbildungsangeboten und Praxisprojekten zur Organisationsberatung nachhaltig um.

Weitere Informationen:
http://www.l-e-a.de und http://www.bestpractice-online.de
Karin Esch, Tel. 0203/379-1836, karin.esch@uni-due.de; Tim Krüger, Tel. 0203/379-1342, t.krueger@uni-due.de

Redaktion: Claudia Braczko, Tel. 0170/8761608, presse-iaq@uni-due.de

Katrin Koster | idw
Weitere Informationen:
http://www.bestpractice-online.de
http://www.l-e-a.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise