Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Praktikanten arbeiten gerne (auch mehr), wollen aber angemessen bezahlt werden

17.04.2012
5.500 Bewertungen auf www.meinpraktikum.de bilden Datengrundlage für bisher größte Studie zur Praktikantenzufriedenheit in Deutschland

Die Absolventen der Universität Witten/Herdecke Stefan Peukert und Daniel Pütz haben das Portal www.meinpraktikum.de gegründet. Im Jahr 2011 haben über 5.500 Praktikanten ihr Praktikum auf meinpraktikum.de bewertet.

Auf Grundlage dieser enormen Datenbasis entstand der Praktikantenreport 2012 und beinhaltet teils erstaunliche Ergebnisse. In Deutschland sind

• 40 % der Praktika unbezahlt,
• der Durchschnittsverdienst liegt bei nur 290 Euro im Monat und
• 60 % der Praktikanten sehen keine großen Karrierechancen in ihrem Praktikumsbetrieb –
• und trotzdem sind ca. 65 % der Praktikanten insgesamt zufrieden mit ihrem Praktikum.

Von einer generell als schlecht empfundenen Behandlung der Praktikanten – wie es der Begriff „Generation Praktikum“ nahelegt – kann also auf Grundlage der Datenbasis des Praktikantenreports keine Rede sein. Dennoch gibt es teils große Kritikpunkte und Unterschiede was die Behandlung und Bezahlung der Praktikanten (in einzelnen Branchen/Unternehmen) angeht. So zeigt der Report, dass die geringe bis nicht vorhandene Vergütung von Praktika oft mit einer Negativbewertung des Praktikums einhergeht. Beispielsweise sind Praktika im öffentlichen Dienst, im Gesundheits- und im Gastronomiebereich im Vergleich sowohl niedrig bezahlt als auch schlecht bewertet (jeweils über 40 % unzufriedene Praktikanten).

Die Arbeitszeit hingegen wirkt sich nur leicht auf die Zufriedenheit aus. Es lässt sich sogar feststellen, dass Praktikanten, die mehr Wochenstunden ableisten, im Durchschnitt etwas zufriedener sind. „Unsere Studie zeigt, dass es Praktikanten nichts ausmacht, sogar 10 Stunden am Tag zu arbeiten, wenn dafür die Bezahlung stimmt und sie spannende Aufgaben erhalten“, so Joschka Felten von meinpraktikum.de.

Auch die einzelnen Bewertungskategorien wurden ausgewertet. Hier ist insbesondere auffällig, dass über 80 % der Praktikanten mit der Arbeitsatmosphäre zufrieden sind, während nur 40 % gute Karrierechancen im Praktikumsbetrieb sehen. „Da wir inzwischen das größte und bekannteste Bewertungsportal für Praktika sind, erhoffen wir uns nun in diesem Jahr tausende zusätzliche Bewertungen zu sammeln, so dass wir im nächsten Jahr einen neuen, noch umfangreicheren Praktikantenreport herausbringen können. Und noch mehr Transparenz in den Praktikumsmarkt bringen können“, so Stefan Peukert, einer der Gründer.

Der vollständige Praktikantenreport 2012 steht ab sofort unter
http://www.meinpraktikum.de/praktikantenreport zum Download bereit.

Weitere Informationen bei Joschka Felten, joschka@meinpraktikum.de
02302-369372-12

Über meinpraktikum.de
www.meinpraktikum.de ist das größte Internetportal zur Bewertung von Praktika und bietet Suchenden eine wertvolle Orientierung zur Auswahl einer interessanten Praktikumsstelle. Drei Studenten der Uni Witten/Herdecke riefen das Projekt Anfang 2011 ins Leben und setzen sich seither für authentische Einblicke in die Arbeitswelt der Praktikanten ein. Dabei stehen Fragen wie “Werde ich als vollwertiges Teammitglied aufgenommen?“ oder „Wo stehe ich den ganzen Tag nur an der Kaffeemaschine oder am Kopierer?“ für Studenten und Praktikanten im Mittelpunkt. Auf meinpraktikum.de bewerten Studenten ihre Praktikumsstellen kostenlos und anonym und geben so ihren Nachfolgern eine wertvolle Entscheidungshilfe für die Suche nach einem Praktikum an die Hand. Zudem werden die Bewertungen durch detaillierte Profile von Partnerunternehmen ergänzt, die sich den Nutzern mit Fotos, Videos und Stellenangeboten auf dem Portal vorstellen. Dabei ist für meinpraktikum.de selbstverständlich, dass keines der Unternehmen Einfluss auf die abgegebenen Bewertungen nehmen kann.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.meinpraktikum.de/praktikantenreport

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie