Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In Potsdam und Cottbus wird klimafreundliche Energieversorgung erforscht

06.01.2011
Bei der Suche nach umwelt- und klimaschonenden Konzepten der Energiegewinnung spielen auch heimische Georessourcen eine wichtige Rolle.

Der brandenburgische Forschungsverbund GeoEn entwickelt insbesondere Technologien, um Geothermie und unkonventionelle Erdgasvorkommen zu erschließen und CO2 aus fossilen Kraftwerken abzuscheiden, zu transportieren und zu speichern (CCS-Technologie).

Heute überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Helge Braun, den Bescheid für die zweite Förderphase von GeoEn in Höhe von 5,77 Millionen Euro. Zuwendungsempfänger sind das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und die Universität Potsdam.

„GeoEn bündelt die hervorragenden Kompetenzen dieser drei großen Forschungseinrichtungen in den Geowissenschaften und der Energieforschung. Mit dem zweiten Förderbescheid stellt das BMBF den weiteren Ausbau von GeoEn zu einem leistungsfähigen regionalen Forschungsnetzwerk sicher“, sagte Braun in Cottbus. „Für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist es eine Kernaufgabe der nächsten Jahrzehnte, die Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die Klimaschutzverpflichtungen zu erfüllen. Politik und Wirtschaft brauchen die Ergebnisse der Wissenschaftler als Grundlage für ausreichende Handlungsoptionen. Dafür bauen wir in Deutschland entsprechende Forschungsstandorte auf“, betonte der Staatssekretär.

GeoEn wird im Rahmen des BMBF-Programms „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ gefördert, das die Innovationsfähigkeit in Ostdeutschland durch organisationsübergreifende und themenorientierte Bündelung von Kompetenzen nachhaltig stärken soll. Das Programm ist Bestandteil der Hightech-Strategie für Deutschland, mit der die Bundesregierung ihre Innovationspolitik auf eine neue, breite Grundlage gestellt hat.

Gefördert werden Verbünde, denen Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen angehören können. Die Federführung muss bei Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland liegen. Die Verbünde betreiben Grundlagenforschung mit internationaler Reputation oder stark anwendungsorientierte Forschung mit großem Markteintrittspotenzial. Der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist daher ein besonderer Schwerpunkt des Programms.

GeoEn ist eines von sechs Pilotvorhaben, die 2008 an den Start gegangen sind. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit kann das Vorhaben jetzt in der zweiten Phase fortgeführt werden, die vom 01.01.2011 bis 30.09.2013 läuft. Im Bereich CCS wird schwerpunktmäßig an einem für die CO2-Abscheidung optimierten Verbrennungsprozess im Kraftwerk gearbeitet werden (Oxyfuel-Prozess), nachdem in der ersten Phase ein CO2-Labor mit einem umfassenden Simulationssystem aufgebaut wurde. Die Untersuchungen zu den unkonventionellen Gasvorkommen in deutschen Schwarzschiefern (Shale-Gas) befassen sich mit umweltschonenden Verfahren zur Gasförderung. Mit dem Aufbau des Geothermielabors „Groß Schönebeck“, das auf zwei 3000 Meter tiefen mit Messgeräten ausgestatteten Bohrungen basiert, steht jetzt ein idealer Forschungsstandort zur Verfügung, um unter anderem Temperaturverteilung und Wärmetransport im Untergrund des Norddeutschen Beckens zu erkunden.

Die Einzelthemen der beteiligten Einrichtungen sind:
Für das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam „Entwicklungsforschung im Bereich der Lagerstättenerkundung, der Bohr-, Reservoir- und Monitoringtechnologien, der Prozessmodellierung, der Material- und Korrosionsforschung und des Aufbaus geothermischer Anlagen“ mit einer Förderung in Höhe von 2,28 Mio. Euro.
Für die BTU Cottbus „Entwicklungsforschung im Bereich der Bohr- und Reservoirtechnologie, der Materialwissenschaften und der CO2-armen Kraftwerkstechnologie“ mit einer Förderung in Höhe von 1,79 Mio. Euro.

Für die Universität Potsdam „Sedimentbeckenanalyse unter Einbindung von geophysikalischer Erkundung, Prozessmodellierung, Lagerstättenkunde sowie Geomikrobiologie als neue Forschungsrichtung“ mit einer Förderung in Höhe von 1,69 Mio. Euro.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/3024.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie