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Osram baut Leuchtdioden-Produktion in Regensburg auf

01.10.2010
Ministerin Schavan: „Klarer Erfolg für Innovationsallianz OLED 2015“

Das Unternehmen Osram hat am Freitag den Bau einer Pilot-Fertigungsanlage für organische Leuchtdioden (OLED) in Regensburg bekannt gegeben.

„Diese Standortentscheidung ist ein klares Signal, dass die Forschungsförderung in diesem Bereich sehr erfolgreich ist“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin zu der Entscheidung.

Die Ministerin verwies auf die Innovationsallianz OLED 2015: „Mit Industrie und Wissenschaft haben wir vor vier Jahren vereinbart, dass wir in Deutschland die Kräfte in der Forschung für organische Leuchtdioden bündeln wollen. Das Bundesforschungsministerium hatte damals zugesagt, 100 Millionen Euro für OLED-Forschungsprojekte aufzubringen.

Die Wirtschaft hatte zugesagt, mindestens das Fünffache in die Umsetzung dieser Forschungsergebnisse zu investieren. Heute zeigt sich: Diese Innovationsallianz zeigt handfeste industriepolitische Ergebnisse.“

Die Entscheidung von Osram belege, dass nach einer intensiven Forschungsphase jetzt die Umsetzung mit Investitionen in Deutschland bevorsteht. Ministerin Schavan: „Organische Leuchtdioden sind eine viel versprechende Technologie für das Licht der Zukunft. Nach der Eröffnung des Materials Research Center der Firma Merck in Darmstadt ist die Entscheidung von Osram zum Bau der OLED-Produktion in Regensburg bereits die zweite gute Nachricht für den Hightech-Standort Deutschland.“ Die Entscheidung von Osram zeige, dass Deutschland nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Produktion ein interessanter Technologie-Standort ist.

OLED bedeutet „organic light emitting diode“, also „organische Leuchtdiode“. Bei der OLED-Technologie handelt es sich um organische Materialien (also Kunststoffe), die beim Anlegen einer elektrischen Spannung Licht erzeugen. Dass ein solcher Effekt möglich ist, haben Wissenschaftler erstmals in den 1970er Jahren zeigen können. Im Jahr 2000 wurde dafür der Nobelpreis für Chemie vergeben. Durch die frühzeitige Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und durch die Vereinbarungen der OLED-Innovationsallianz des BMBF gehören Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland bei der Technologie heute zur Weltspitze.

Außer der anorganischen Leuchtdiode (LED) ist die OLED ein weiteres zukunftsweisendes Beispiel für das energieeffiziente, elektronische Licht der Zukunft. Das BMBF arbeitet mit Wissenschaft, Industrie, Handel und Anwendern daran, dass Deutschland zu einem Leitmarkt für dieses Licht der Zukunft wird.

Informationen gibt außer der BMBF-Pressestelle Till Moor von Osram (09131/7-26495; till.moor@siemens.com).

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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