Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Österreichische Spezialität auf Siegeszug in der Welt: Neuer Lehrgang zur Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode

04.12.2008
Ab April 2009 in vier Semestern zum "NATM Engineer"

Ein heimisches Tunnelbauverfahren hat die ganze Welt erobert: Die Neue Österreichische Tunnelbaumethode - das Kürzel NATM steht für die englische Bezeichnung "New Austrian Tunneling Method" - ist internationaler Standard, der sich vielseitig für verschiedene Gebirgsverhältnisse einsetzen lässt.

Da hoch qualifizierte Tunnelbauingenieure weltweit Mangelware sind, bilden TU Graz und Montanuniversität Leoben nun gemeinsam gefragte Experten zum "NATM Engineer" aus. Der gleichnamige postgraduale Lehrgang startet im April und dauert vier Semester. Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Januar 2009.

Was verbindet U-Bahnen in Washington, Sao Paulo, Seoul, Athen, München und Wien? Sie alle wurden mit der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode angelegt. "Die NATM-Methode ist flexibel und vielseitig einsetzbar und hat sich daher rund um den Globus durchgesetzt. Überall stellen Ingenieure mit der NATM Tunnels in beliebiger Größe und Form her", erklärt Wulf Schubert, Leiter des Instituts für Felsmechanik und Tunnelbau der TU Graz, die österreichische "Spezialität". Die Besonderheit der Bauweise: Der Baugrund wird genutzt, um den Hohlraum zu stabilisieren, das Gebirge selbst wird so zum tragenden Bauteil. Die mit dem Bau verbundenen Verformungen werden ständig messtechnisch überprüft. Bauablauf und Stützmittel werden nach Bedarf angepasst, um größtmögliche Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu erreichen. "Seit Jahrzehnten genießen die österreichischen Tunnelbauer international hohes Ansehen. Etwa die Hälfte aller Tunnel-, Stollen-, Kavernen- und U-Bahnprojekte werden heute nach dieser Methode gebaut", unterstreicht Robert Galler, Leiter des Lehrstuhls Subsurface Engineering an der Montanuniversität Leoben.

Tunnelbauingenieure weltweit gefragt

Tatsächlich kann der weltweit große Bedarf an Tunnelbauingenieuren derzeit nicht abgedeckt werden: "Die Nachfrage nach unseren Absolventen ist enorm", bekräftigt Wulf Schubert. Auf jeden Bauingenieur, der durch seine Schule gegangen ist, kommen schon jetzt durchschnittlich fünf bis zehn Jobangebote. Der neue Lehrgang bietet nun eine zusätzliche Spezialisierung für Ingenieure mit bau- oder bergbautechnischer Ausbildung, Geotechniker und Ingenieurgeologen, die sich auf den Tunnelbau und im speziellen auf die Neue Österreichische Tunnelbaumethode spezialisieren wollen. Das Angebot ist berufsbegleitend angelegt: Die Teilnehmer kommen für drei Wochen nach Graz oder Leoben. Vorträge von Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft wechseln sich dabei mit praktischen Trainingseinheiten ab. Unterrichtssprache ist Englisch.

MAS-Universitätslehrgang "NATM Engineer"
Bewerbungsfrist: 31. Jänner 2009
Start: April 2009
Dauer: vier Semester, Abhaltung in Modulen zu je etwa drei Wochen im Block
Kursorte: Graz und Leoben
Akademischer Abschluss: "Akademischer NATM Ingenieur"
Nähere Informationen: http://natm.at
Rückfragehinweis:
TU Graz
O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Wulf Schubert
Email: schubert@tugraz.at
Tel.: +43 (0) 316 873 8614
Montanuniversität Leoben
Univ.-Prof.Dipl.-Ing.Dr.mont. Robert Galler
Email : robert.galler@unileoben.ac.at
Tel.: +43 (0) 3842 402 3400

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://natm.at
http://www.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit