Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Öffentliche Bildungsausgaben erstmals über 100 Mrd. Euro

01.12.2010
Schavan: "Bildungsfinanzbericht 2010 bestätigt, dass wir mit Investitionen in Rekordhöhe für Deutschlands Zukunftsfähigkeit sorgen."

Als "hervorragendes Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes" würdigte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professor Dr. Annette Schavan, die Ergebnisse des heute vorgestellten Bildungsfinanzberichts.

Wesentliches Ergebnis dieses Berichts: Die öffentlichen Bildungsausgaben werden 2010 voraussichtlich erstmals die 100 Milliarden Euro-Marke übersteigen. Der Bildungsfinanzbericht weist für Bund, Länder und Kommunen 2010 ein Haushaltsvolumen für Bildung von 102,8 Milliarden Euro aus.

Gegenüber 2009 sind das fast 4 Milliarden Euro mehr. Im Vergleich zu 2005 bedeuten die Zahlen von 2010 eine Steigerung um mehr als 18 Prozent. Damals lagen die Ausgaben bei 86,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 1995 erhöhten sich die Ausgaben für Bildung sogar um mehr als 35 Prozent.

"Der Bildungsfinanzbericht 2010 bestätigt, dass wir mit unseren Investitionen in Rekordhöhe für Deutschlands Zukunftsfähigkeit sorgen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Scha! van.

Der stark gestiegene Stellenwert der Bildung zeigt sich auch im Verhältnis zum staatlichen Gesamtetat. Wurden 1995 noch 13,9 Prozent der öffentlichen Ausgaben in Bildung investiert, sind es 2010 schon 18,1 Prozent. Schavan: "Wir haben die richtigen Prioritäten gesetzt - gerade auch in den Jahren der Krise. Diese Anstrengung wird sich für uns alle auszahlen, denn wie ein Land im globalen Wettbewerb abschneidet, hängt maßgeblich vom Bildungsstand seiner Bevölkerung ab. Die wichtigste Infrastruktur einer Wissensgesellschaft sind das Wissen und die Fähigkeiten der Menschen. Dafür arbeiten wir."

Bund und Länder haben sich deshalb vor zwei Jahren das Ziel gesetzt, bis 2015 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung auszugeben. "Der neue Bildungsfinanzbericht zeigt, dass wir diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen sind", erklärte Schavan.

"Der Bund geht auf dem Weg zur Bildungsrepublik Deutschland mit gutem Beispiel voran" betonte die Ministerin. So stellt er in dieser Legislaturperiode 12 Mrd. Euro zusätzlich für Bildung und Forschung zur Verfügung. Schavan: "Die Programme für den Schulbereich, wie Bildungslosten oder Bildungsketten, und die vielfältigen Aktivitäten, die Hochschulen und Studierenden zugutekommen, wie der Hochschulpakt, die BAföG-Erhöhung das Deutschland-Stipendium helfen jungen Menschen bei einem guten Start ins Berufsleben. Unser Ziel ist es, dass jede und jeder die optimale Förderung erhält."

Die seit 2008 im Auftrag der im Auftrag des BMBF und im Einvernehmen mit der KMK vom Statistischen Bundesamt jährlich erarbeitete Veröffentlichung "Bildungsfinanzbericht" gibt einen umfassenden Überblick über die Ausgaben, die in Deutschland für die Bildung getätigt werden.

Zusammen mit ergänzendem Datenmaterial sowie umfangreichen Tabellen steht der Bericht im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de als kostenloser Download zur Verfügung. In gedruckter Form kann der Bericht über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationenund den Buchhandel bezogen werden.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise