Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Norddeutsche Meeresforschung hat hohe Leistungsfähigkeit

18.10.2013
Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen hat Strukturanalyse vorgelegt

Die norddeutsche Meeresforschung hat eine hohe Leistungsfähigkeit, die international anerkannt wird. Sie ist in Deutschland noch sehr gut finanziert und verfügt über eine hervorragende Infrastruktur.

Das sind Ergebnisse einer Strukturanalyse, die die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) im Auftrag der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) durchgeführt hat.

Die fünf norddeutschen Bundesländer haben das Potential, in der Meeresforschung gemeinsam Probleme von globaler gesellschaftlicher Relevanz zu lösen, heißt es in der Strukturanalyse der WKN weiter. Dafür müssten die Stärken der norddeutschen Meeresforschung jedoch besser gebündelt werden, um die globalen Herausforderungen optimal und international konkurrenzfähig bearbeiten zu können.

Die WKN ist ein unabhängiges Expertengremium, das die Niedersächsische Landesregierung in Fragen der Wissenschafts- und Forschungspolitik berät. Die WKN hatte eine hochrangig und international besetzte Expertenkommission mit der Strukturanalyse beauftragt.

Den Vorsitz hatte Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Th. Rietschel, der Vorsitzende des Vorstands des „Berlin Institute of Health (BIH). Zur Norddeutschen Wissenschafts-ministerkonferenz haben sich die norddeutschen Küstenländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammengeschlossen.

Die Expertenkommission hat empfohlen, sechs Themengebieten von globaler und gesellschaftlicher Relevanz und besonders großer Dringlichkeit gemeinsam zu bearbeiten:

• Ozean und Klima
• Biogeochemische Stoffkreisläufe im Wandel
• Marine Biodiversität
• Ressourcen aus dem Meer
• Erdsystemdynamik und Risiken
• Küstenforschung
Diese Themenschwerpunkte sollen in länderübergreifender Kooperation unter bestmöglicher gemeinsamer Nutzung der vorhandenen Infrastruktur sowie der wissenschaftlichen und methodischen Schwerpunkte erforscht werden. In der gemeinsamen Bearbeitung der Themenschwerpunkte soll die Lösung drängender Probleme in einem interdisziplinären Forschungsansatz vorangebracht werden. Dazu müssen nicht nur beispielsweise Meeresgeologen, -biologen und -chemiker zusammenarbeiten, sondern auch u. a. Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure einbezogen werden.

Nur so kann die gemeinsame Bearbeitung der global dringenden Themen gelingen, bei denen die Interaktion zwischen dem Menschen und dem Meer stets eine entscheidende Rolle spielt. Damit die Forschungsergebnisse auch handlungsrelevant werden können, wird zudem ein stetiger Austausch mit den gesellschaftlichen und politischen Akteuren unabdingbar sein.

Die Strukturanalyse soll letztendlich auch dazu dienen, eine unter den norddeutschen Ländern abgestimmte, gemeinsame Strategie in der Meeres- und Klimaforschung zu entwickeln. Damit möchten die norddeutschen Länder ihre Leistungsfähigkeit der deutschen Meeres- und Klimaforschung weiter optimieren und herausstellen.

Deutschland gehört zu den führenden Forschungsnationen im Bereich Meer und Klima. Der weitaus überwiegende Teil dieser Forschungsleistungen wird in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der norddeutschen Küstenländer (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) erbracht. Damit übernehmen die norddeutschen Länder eine nationale Aufgabe im gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesse.

Der Ozean ist für die Menschheit von herausragender Bedeutung und ein fundiertes Verständnis der Meere fast überlebensnotwendig, um den Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels gerecht werden zu können. Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind vom Meer bedeckt; etwa 40 Prozent der Menschheit lebt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Meer in den Küstenregionen.

Die Interaktion des Menschen mit dem Meer beinhaltet Chancen und Risiken; so sind Ressourcen aus dem Meer von unschätzbarem Wert für die Ernährung, als Rohstoffe und für die Energieversorgung, gleichzeitig können anthropogene Einflüsse die Meere empfindlich verändern und schädigen. Das Meer birgt Gefahren z. B. in Form von Überschwemmungen und Tsunamis, und schließlich spielen die Ozeane für die Gestaltung und Entwicklung des Klimas eine zentrale Rolle.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten