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Niedersachsen führt Programm „Forschung 65+“ und Spitzenforschung weiter

15.09.2010
„Mit dieser bundesweit einmaligen Initiative können wir herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der aktiven Forschung und Lehre halten“, betonte die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka.

„Mit dieser bundesweit einmaligen Initiative können wir herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der aktiven Forschung und Lehre halten“, betonte die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka.

„Niedersachsen zieht Spitzenkräfte jeden Alters an und lädt auch über die Pensionsgrenze hinaus zum Bleiben ein. Das spricht für unsere Hochschulen und ihre wissenschaftliche Attraktivität. Besonders freue ich mich, dass es dieses Mal gleich drei Frauen geschafft haben.“ Die Professorinnen werden im Rahmen des Förderangebots „Die Niedersachsenprofessur – Forschung 65+“ mit insgesamt rund 0,6 Millionen Euro aus dem „Niedersächsischen Vorab“ der VolkswagenStiftung gefördert

In der dritten Ausschreibungsrunde waren erfolgreich:

Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin vom Institut für Ethnologie der Universität Göttingen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Erforschung der Verwertung und Ökonomisierung von Kulturgütern. Dabei untersucht sie auch die Politisierung von Religion in Indonesien und die Konstituierung eines Kulturerbes am Beispiel von Angkor in Kambodscha. „Die Niedersachsenprofessur erlaubt mir, mit voller Kompetenz weiter zu forschen - und auch mit Würde!“

Prof. Dr. Margret Kraul vom Pädagogischen Seminar der Universität Göttingen. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die Entwicklung von Privatschulen. "Über die mir mit der Niedersachsenprofessur eingeräumte Möglichkeit, meine Arbeiten fortzusetzen zu können, freue ich mich sehr. Die Erforschung der Privatschulentwicklung, der ich mich vorrangig widmen will, verspricht wichtige Erkenntnisse, auch für das gesamte Schulsystem in Niedersachsen.“

Prof. Dr. Hildgund Schrempf des Fachbereiches Biologie und Chemie der Universität Osnabrück. Sie kann nun ihre Arbeiten zum Thema Interaktion zwischen Streptomyceten (differenzierten und weit verbreiteten Bodenbakterien) und Pilzen fortsetzen. „Mit Hilfe der Mittel des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung wird mir ermöglicht, neue Prinzipien des Zusammenwirkens zwischen Bodenbaktieren und Pilzen im Rahmen von Forschungsarbeiten aufzuklären, Nachwuchswissenschaftler für Forschung zu begeistern, verzahnende Lehrinhalte zu vermitteln und Wissensaustausch auf internationaler Ebene auch in Zukunft aktiv zu gestalten.“

Wissenschaftsministerin Wanka und der Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Dr. Wilhelm Krull, unterstrichen gemeinsam den Willen zur Fortsetzung des Programms. „Wir haben bisher 13 hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert. Alleine vier davon hatten Rufe aus dem Ausland, die wir abwenden konnten. Die Bewerbungen zeigen aber, dass es eine Nachfrage von Spitzenkräften der Forschung nach Angeboten dieser Art gibt“, betonte Krull. "Herausragende Forschungsleistungen zu erzielen, darf nicht durch starre Altersgrenzen verhindert werden. Mit "Forschung 65+“ setzen das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung wichtige Akzente in der Forschungsförderung. Besonders erfreulich ist es, dass sich in dieser Ausschreibungsrunde gleich mehrere Wissenschaftlerinnen erfolgreich durchsetzen konnten."

„Wir werden das Programm bis 2012 mit jährlichen Ausschreibungen weiterführen und so Niedersachsen für alle Altersgruppen, vom Nachwuchsforscher bis zum Seniorprofessor, attraktiv halten“, sagte Ministerin Wanka.

Die so genannte Niedersachsenprofessur ermöglicht es profilierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern künftig, auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus, an niedersächsischen Hochschulen zu forschen und zu lehren. Dem Niedersachsenprofessor wird eine nebenberufliche Professur übertragen, sodass er seine wissenschaftliche Arbeit fortsetzen kann. Damit steht der Professor der Hochschule als zusätzliche Kraft zur Verfügung: Seine bisherige Stelle kann durch die Hochschule regulär für jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgeschrieben werden.

Das Programm wird als Teil der Förderlinie „Holen&Halten“ aus Mitteln des „Niedersächsischen Vorab“ der VolkswagenStiftung mit insgesamt 3,5 Millionen Euro finanziert.

Aus Überzeugung, dass exzellente Forschung nicht von Altersgrenzen abhängt und es entscheidend ist, die besten Kräfte für die Wissenschaft an den Hochschulen zu halten, haben das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Jahr 2008 gemeinsam dieses Förderprogramm für Spitzenforscher an der Schwelle zum Ruhestand eingerichtet. Niedersachsen ist das erste Bundesland mit solch einem Angebot.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

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