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Neuer Supercomputer für Norddeutschland

18.12.2012
Mit sieben Millionen Euro bringt Niedersachsen das Höchstleistungsrechnen für die Spitzenforschung voran

Deutschlands Norden erhält ab dem Herbst 2013 einen neuen Supercomputer für die Spitzenforschung. Die Verträge für das neue Rechnersystem „HLRN-III“ sind heute am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin und am Rechenzentrum der Leibniz Universität Hannover (LUH) unterzeichnet worden.

Vertragspartner der sieben beteiligten Länder ist die Firma Cray. Die Investitionskosten von 30 Millionen Euro tragen je zur Hälfte Bund und Länder. Zusammen mit den notwendigen Umbaukosten für die Rechnerhalle der LUH trägt das Land Niedersachsen mehr als sieben Millionen Euro der Investition.

Auftraggeber ist der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund), der 2001 von den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet wurde. Der HLRN-Verbund betreibt gemeinsam ein verteiltes Supercomputersystem an den Standorten Berlin und Hannover. Nach dem kürzlich erfolgten Beitritt Brandenburgs bündeln nun 7 von 16 Bundesländern ihre Kräfte.
„Die Forschung zu Fragen unserer Zeit erfordert höchst komplexe Berechnungen. Mit der neusten Systemgeneration des Hochleistungsrechners liefern wir den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das notwendige Handwerkszeug für ihre Arbeit und damit zugleich die Grundlage für zahlreiche wichtige Forschungsvorhaben“, so die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka.

Die Nutzung von Supercomputern ist in vielen Disziplinen mittlerweile für exzellente Forschungsleistungen unabdingbar. Hauptanwendungsgebiete des HLRN sind Umweltforschung und Klimawissenschaften aber auch Ingenieuranwendungen beispielsweise zur Verbesserung des Designs bei Verkehrsflugzeugen und der Entwicklung von Triebwerken die weniger Lärm und Abgase erzeugen. Auch dreidimensionale Modelle von Planeten werden zum besseren Verständnis der Struktur der Planetenatmosphäre simuliert. Die dabei entwickelten Methoden sind in so unterschiedlichen Gebieten wie der Entwicklung von Klimamodellen, Fusionsreaktoren und Raketenantrieben oder in der Medizin anwendbar. Sie kommen auch in der inzwischen immer wichtigeren Vorhersage und Untersuchung von Wirbelstürmen zum Einsatz.

Mit dem neuen Supercomputer erhält die Wissenschaft in Norddeutschland nun eine nochmals leistungsfähigere Infrastruktur für das Hoch- und Höchstleistungsrechnen. Diese sichert auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit. So erreicht das neue System im Endausbau künftig nahezu die zehnfache Leistung des bisherigen.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de/

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