Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Zusatz-Ausbildung „Unfallschaden-Management“ an der Uni Bremen

10.12.2010
Ein Pilotprojekt für neue Zusatzqualifizierung ist am Institut Technik und Bildung (ITB) erfolgreich abgeschlossen worden.

Im Rahmen des Lehramts an beruflichen Schulen in der Fachrichtung Fahrzeugtechnik soll nun eine anerkannte Zusatz-Ausbildung „Unfallschaden-Management“ geschaffen werden.

Kfz-Unfallschaden-Abwicklung: in einem Kfz-Instandsetzungs-Betrieb eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, die von der richtigen Ansprache des betroffenen Autofahrers nach einem Unfallschaden über die elektronische Schadenkosten-Kalkulation bis hin zur Abrechnung mit der Versicherung eine hohe Zuverlässigkeit und Kundennähe verlangt.

Das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen hat diese Anforderungen erkannt und reagiert jetzt mit einem neuen Qualifizierungsangebot im Master of Education für angehende Kfz-Lehrkräfte. Das stark auf Kfz-Service und -Reparatur ausgerichtete Institut qualifizierte unter der Leitung von Professor Georg Spöttl (ITB) in einem Pilotprojekt neun Studierende in allen erforderlichen Ausbildungsinhalten. Der Schwerpunkt lag dabei auf der theoretischen Analyse und der praxisgerechten Handhabung eines Schadenablaufs, so wie ihn der betriebliche Serviceberater beherrschen muss.

Die Ausbildung fand in vier Blöcken statt: „Eigenständige Vorbereitung Karosserietechnik“, „Karosserietechnik und EDV-Schadenkalkulation“, „Praxis-Erfahrung in Instandsetzungsbetrieben“ und „Grundlagen Kfz-Schadenrecht und Betriebsführung“. Im Anschluss wurde eine Abschlussprüfung über alle Modulschwerpunkte durchgeführt. Die Prüfung, bei der jeder Studierende eigenverantwortlich eine EDV Schadenkalkulation erstellte, wurde von allen Teilnehmern erfolgreich abgelegt.

Die Berater und Trainer des Qualifizierungsangebots sind allesamt anerkannte Branchen-Experten: Karl Damschen – vom Ing. Büro Damschen mit angeschlossenem virtuellem Institut Unfallschaden-Management – führte durch das gesamte Training. Den speziellen Part der EDV-Unfallschaden-Kalkulation übernahm der weltweit tätige Solera-Konzern, der in Deutschland als „Audatex“ eine marktführende Rolle einnimmt. Jan Stewen, Projektverantwortlicher von „Audatex“, und Lektor Michael Becker sorgten in dem Seminar für den richtig dosierten Input. Unterstützt wurden sie von Nils Petermann vom ITB.

„Es wurde ein wichtiger Schwerpunkt der Fahrzeugtechnik für angehende Studienräte an beruflichen Schulen erfolgreich erprobt“, fasst Spöttl zusammen. „Das ITB setzt nun die Projekt-Forschungsarbeit fort und wird die Grundlagen für eine anerkannte Zusatz-Ausbildung „Unfallschaden-Management“ im Rahmen des Lehramts an beruflichen Schulen in der Fachrichtung Fahrzeugtechnik schaffen. Darüber hinaus ist geplant, das ITB selbst als „Zertifizierungsstelle“ einzurichten, um die Qualifizierung sicherzustellen.“

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Institut Technik und Bildung
Prof. Dr. Georg Spöttl
Tel. 0421 218 4648
E-Mail: spoettl@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individuelle Gebäudehülle aus dem Drucker

24.08.2017 | Architektur Bauwesen

Wie sich Krebszellen gegen Chemotherapeutika „immun“ machen

24.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

"Comammox"-Bakterien: Langsam, aber super-effizient

24.08.2017 | Biowissenschaften Chemie