Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Technologien in der Schule

05.05.2010
Wann ist der Einsatz neuer Technologien im Mathematik-Unterricht sinnvoll?

Viele Lehrer, Referendare und Lehramtsstudierende stellen sich diese Frage. Die Antwort soll ein neues Projekt geben, das europäische Wissenschaftler derzeit vorantreiben.

„In den Schulen gehören Taschencomputer, kleine Notebooks und Smartphones zu den Geräten, die schon heute jederzeit im Klassenzimmer verfügbar sind“, sagt Professor Hans-Georg Weigand, Mathematik-Didaktiker an der Universität Würzburg. Zudem entwickeln sich Beamer und elektronische Schultafeln immer mehr zur Standard-Ausstattung von Schulräumen.

Neue Technologien werden im Schulunterricht wachsende Bedeutung bekommen, ist sich Weigand sicher. Das gelte besonders für den Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften. Wie gehen Lehrer mit diesen neuen Herausforderungen um? Wann ist ein Einsatz neuer Technologien sinnvoll und wann nicht? Welche Möglichkeiten bieten die einzelnen Geräte?

„Eine fortwährende Weiterbildung der Lehrer im Umgang mit neuen Technologien ist nötig, um solche Fragen beantworten zu können“, sagt Hans-Georg Weigand. Deshalb ist die Entwicklung eines Weiterbildungskurses ein zentrales Ziel des Projekts EdUmatics, an dem führende europäische Wissenschaftler zusammenarbeiten. Professor Weigand ist daran beteiligt; die Europäische Union fördert das Vorhaben mit 300.000 Euro.

Erfahrungen von Lehrern fließen ein

Die Forscher stehen bei dem Projekt im ständigen Austausch mit Lehrern: Diese erproben die Vorschläge der Wissenschaftler im Unterricht und geben dann wertvolle Rückmeldungen, die in die Weiterentwicklung des Kurses einfließen. Weigand kooperiert für EdUmatics mit dem Mathematiklehrer Ewald Bichler vom Hans-Leinberger Gymnasium in Landshut.

„Wir erarbeiten einen Online-Kurs, der durch klassische Fortbildungsveranstaltungen ergänzt wird“, sagt der Professor. Nach der Entwicklung und der Evaluation werden die Kurse voraussichtlich erstmals im Jahr 2012 angeboten. Lehrer, Referendare und Lehramtsstudierende können sich dann – wissenschaftlich fundiert – über den sinnvollen Einsatz neuer Technologien im Mathematikunterricht fortbilden.

Beteiligte am Projekt EdUmatics

Im Projekt EdUmatics (European Development for the Use of Mathematics Technology in Classrooms) sind zehn Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie zehn Schulen aus sechs europäischen Ländern vertreten: die Universität Chichester (England), die Karls-Universität Prag (Tschechien), die Universität Würzburg, das Internationale Pädagogische Forschungszentrum in Lyon (Frankreich), das Institut zur Erforschung des Mathematikunterrichts in Montpellier (Frankreich), die Universität Diderot Paris 7 (Frankreich), die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Universität Turin (Italien), die Universität Utrecht (Niederlande) und die Universität Maribor (Slowenien).

Kontakt

Prof. Dr. Hans-Georg Weigand, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik, Universität Würzburg, T (0931) 31-85091, weigand@dmuw.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.edumatics.eu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt

21.11.2017 | Studien Analysen

Wafer zu Chip: Röntgenblick für weniger Ausschuss

21.11.2017 | Informationstechnologie

Nanopartikel helfen bei Malariadiagnose – neuer Schnelltest in der Entwicklung

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie