Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Spitzenkräfte für die Wissenschaft in Deutschland

12.05.2010
Ministerin Schavan und der Präsident der Humboldt-Stiftung Schwarz verleihen in Berlin Humboldt-Professuren

Fünf Spitzenwissenschaftler erhielten am Dienstagabend die Auszeichnung als Alexander von Humboldt-Professoren. Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan und der Präsident der Humboldt-Stiftung Prof. Helmut Schwarz überreichten den Preis während einer Festveranstaltung in Berlin.

Nach der erstmaligen Verleihung im vergangenen Jahr wurden die Auszeichnungen nun zum zweiten Mal vergeben. Die Preise ermöglichen deutschen Hochschulen, internationale Spitzenkräfte für die Forschung zu gewinnen. Die Humboldt-Professoren sollen dabei als Impulsgeber wirken, um die herum weltweit konkurrenzfähige Strukturen entstehen können.

„Ich freue mich, dass die Preisträger aus so unterschiedlichen Fachrichtungen kommen“, sagte Bundesforschungsministerin Schavan. „Das zeigt die breite Wirkung unseres Forschungspreises. Mit unserer Förderpolitik sorgen wir dafür, dass die weltweit umworbenen Spitzenkräfte für eine langfristige Kooperation mit Deutschland gewonnen werden und dass ihre Arbeit langfristig in das deutsche Forschungssystem integriert wird. Nur so können wir die international vorhandene Expertise auf höchstem wissenschaftlichem Niveau für unser Land mobilisieren. Ich bin sicher, dass die Preisträger die deutsche Wissenschaftslandschaft bereichern und dass sie in Deutschland im Sinne Alexander von Humboldts zum Magneten werden für begabte Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und der ganzen Welt.“

Der Präsident der Humboldt-Stiftung Schwarz betonte am Dienstag in Berlin: „Auch wenn Spitzenforschung oft Teamarbeit ist, sind es fast immer einzelne, herausragende Forscherpersönlichkeiten, die den entscheidenden Unterschied bewirken. Mit diesem Preis investieren wir in Personen, belohnen vorab Ideen und Kreativität und schenken Vertrauen. Hier knüpft auch das über Jahrzehnte erprobte Prinzip der Personenförderung der Alexander von Humboldt-Stiftung an. Die neuen Humboldt-Professoren sind jetzt Teil des weltumspannenden Netzwerks von mehr als 24.000 aktiven Humboldtianern, und wir freuen uns auf eine dauerhafte Zusammenarbeit mit ihnen!“

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Das Preisgeld von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Jahr 2009 wurden insgesamt acht Preisträger ausgewählt. Davon haben die fünf am Dienstag ausgezeichneten erfolgreich die Berufungsverhandlungen abgeschlossen, eine Verhandlung läuft noch, zwei Preisträger werden nicht nach Deutschland kommen.

Die Preisträger und ihre Universitäten in Deutschland sind:

Marc Levine, Mathematik, Universität Duisburg-Essen
Marc Levine zählt zu den führenden Experten der Algebraischen Geometrie. Seine hervorragenden und innovativen Beiträge in seinem Fach erfuhren eine hohe Resonanz und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Als einer der Leiter des geplanten Seminars für Algebraische Geometrie und Algebra der Universität Duisburg-Essen wird er dort nun einen neuen Forschungsschwerpunkt aufbauen und die Vernetzung vorantreiben.
Jürgen Margraf, Psychologie, Ruhr-Universität Bochum
Jürgen Margraf ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Klinischen Psychologen. An der Ruhr-Universität Bochum wird der international anerkannte Pionier auf dem Gebiet der Ursachenforschung und Therapie von Depressionen, Panik- und Angststörungen das neue Forschungs- und Behandlungszentrum für Psychische Gesundheit leiten und den Forschungsschwerpunkt Klinische Psychologie ausbauen. 2010 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.
Gerard J. van den Berg, Wirtschaftswissenschaften, Universität Mannheim
Gerard J. van den Berg ist auf dem Feld der Arbeitsmarkt- und Gesundheitsökonomik einer der weltweit führenden Volkswirtschaftler. Er beschäftigt sich mit Ökonometrie, einer Disziplin, die wirtschaftliche Zusammenhänge mithilfe statistischer Methoden erklärt. Für seine empirischen Untersuchungen arbeitet er interdisziplinär und entwickelt eigene Analysemethoden. An der Universität Mannheim wird er eine neue Forschungsgruppe für empirische Ökonomie aufbauen und mit seiner Vielseitigkeit die dortige Spitzenforschung weiter stärken.
Philip van der Eijk, Klassische Philologie, Humboldt-Universität zu Berlin
Philip van der Eijk gilt weltweit als Experte für die Geschichte der antiken Medizin, für antike Philosophie und Wissenschaftsgeschichte. Die Kontextualisierung der antiken Medizin will er nun in Berlin mit verschiedenen Kooperationen vorantreiben. An der Humboldt-Universität wird der mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrte Altphilologe und engagierte Wissenschaftsmanager helfen, einen interdisziplinären Studiengang mit internationaler Ausrichtung aufzubauen.
Matthias Wessling, Chemische Verfahrenstechnik, RWTH Aachen
Matthias Wessling ist einer der führenden Köpfe in der Membran- und Polymerforschung. Die membranbasierte Nanotechnologie kommt in der Wasseraufbereitung und Energiegewinnung ebenso zum Einsatz wie in der Medizin. Um zum Beispiel aus nachwachsenden Rohstoffen Bausteine für die Industrie von morgen zu entwickeln, will der international renommierte Forscher an der RWTH Aachen die Ingenieur- und Naturwissenschaften im neuen Forschungsschwerpunkt „New Generation Processes and Products“ enger verzahnen.
Mehr Informationen zu den Preisträgern finden Sie unter:
http://www.humboldt-foundation.de/AHP-2009
Pressekontakt
Kristina Güroff
Kerstin Schweichhart
Susanne Mildner
Tel: +49 228 833-144/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de
Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 24.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 43 Nobelpreisträger.

Kerstin Schweichhart | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/AHP-2009

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Jeder Zweite nimmt mindestens einmal im Jahr an einer Weiterbildung teil
24.05.2018 | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V.

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics