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Die neue SONNE wird in Warnemünde vom Stapel laufen

31.05.2011
Deutsche Meeresforschung erhält neues Tiefseeforschungsschiff / Bundesministerin Schavan lobt die Leistungsfähigkeit der deutschen Werften

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka haben heute grünes Licht gegeben für ein neues deutsches Tiefseeforschungsschiff. Den Zuschlag für den Bau und die Bereederung dieses Schiffes, das wie sein Vorgänger den Namen SONNE tragen wird, erhält die Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co. KG. Gebaut wird es auf der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde.

„Die deutsche Meeresforschung erhält mit dem Neubau des Forschungsschiffes eine der weltweit modernsten maritimen Arbeitsplattformen“, sagte Schavan. Das neue Schiff wird helfen, wissenschaftlich und gesellschaftlich hoch relevante Fragen zu beantworten, beispielsweise in der Klimaforschung oder in der Versorgung mit marinen Rohstoffen. Haupteinsatzgebiete des neuen Schiffes werden der Indische und Pazifische Ozean sein. Beide Weltmeere haben einen großen Einfluss auf das Klimageschehen. Daher ist ihre Erforschung immer wichtiger.

Die alte SONNE wird 2015 außer Fahrt gehen. Sie stand mehr als 35 Jahre im Dienst der meereswissenschaftlichen Forschung und machte zahlreiche Fahrten vor allem im Pazifik und Indischen Ozean. Sie war 1969 als Fischereischiff gebaut und 1977 zum Forschungsschiff umgebaut worden.

Gemeinsam mit den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen hatte Ministerin Schavan im Jahr 2008 den Bau des neuen Tiefseeforschungsschiffes vereinbart. Auch der Wissenschaftsrat hatte dies empfohlen. Die Kosten in Höhe von 124,4 Millionen Euro übernimmt das BMBF zu 90 Prozent, die Küstenländer investieren zusammen 10 Prozent, wovon Niedersachsen gut die Hälfte trägt.

Der Heimathafen des neuen Tiefseeforschungsschiffes wird Wilhelmshaven sein. „Niedersachsen freut sich sehr über diese Standortwahl“, sagte Wanka. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den fünf beteiligten Küstenländern haben die Planung des Schiffs eng begleitet und die Erfahrungen aus dem Betrieb der anderen Forschungsschiffe eingebracht. Das neue Schiff bietet beste Voraussetzungen für eine Meeresforschung in zahlreichen Disziplinen. Damit verfügen wir in Europa künftig über ein Alleinstellungsmerkmal.“

„Der Neubau ist Teil der Erneuerung der deutschen Forschungsflotte“, sagte die Bundesforschungsministerin. „Ich freue mich, dass wir damit gleichzeitig einen starken Impuls für die deutsche maritime Wirtschaft geben können. Der Auftrag sichert Arbeitsplätze in der deutschen Werftindustrie, der Reederei sowie bei zahlreichen deutschen Zulieferbetrieben“.

Die Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co.KG, ein Zusammenschluss der Meyer Werft (Papenburg) und der Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen), hat sich in einem europaweiten wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren gegen starke Konkurrenz durchgesetzt.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
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