Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Graduiertenschule für Evolutionsbiologen

20.04.2010
Kooperation von Uni Kiel, Max-Planck-Institut Plön und IFM-GEOMAR

In Kiel und Plön ist eine neue Graduiertenschule zum Thema Evolutionsbiologie eingerichtet worden. Das Gemeinsame Projekt der Christian-Albrechts Universität zu Kiel, des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) heißt "International Max-Planck Research School for Evolutionary Biology" (IMPRS).

Die Graduiertenschule bietet Doktoranden mit evolutionsbiologischem Schwerpunkt ein interaktives Forum zum Austausch neuer Ideen und Forschungsergebnisse. Daneben koordiniert die IMPRS Aufbaukurse, eine international besetzte Vortragsreihe und jährliche Tagungen. Noch bis 15. Mai läuft die Ausschreibung für die ersten 11 Doktorandenstellen. Insgesamt sind bis zu 42 Promotionsstipendien mit einer Laufzeit von jeweils sechs Jahren vorgesehen, von denen das Max-Planck-Institut 24, die Uni Kiel 16 und das IFM-GEOMAR zwei bereitstellt.

In der IMPRS unter der Leitung der Professoren Diethard Tautz, Manfred Milinski (beide Max-Planck-Institut), Thorsten Reusch (IFM-GEOMAR) und Hinrich Schulenburg (Uni Kiel) werden die gemeinsamen Interessen der beteiligten Institutionen im Bereich Evolutionsbiologie gebündelt. Kiel und Plön haben sich im Verlauf der letzten Jahre zu einem der Hauptstandorte für evolutionsbiologische Forschung in Deutschland entwickelt.

Basis hierfür war die Neuberufung mehrerer Professoren und Gruppenleiter mit evolutionsbiologischem Schwerpunkt. Sichtbar wird dies zudem an der Umbenennung des Max-Planck-Instituts in Plön, das seit kurzem den Begriff "Evolutionsbiologie" im Titel trägt. Daneben hat auch die Volkswagen-Stiftung im Rahmen ihrer Schwerpunktförderung "Evolutionsbiologie" die Kieler und Plöner Aktivitäten belohnt, indem sie hiesigen Arbeitsgruppen umfangreiche Mittel für evolutionsbiologische Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt hat.

Das Thema Evolutionsbiologie erlebt derzeit einen besonderen Schub in der naturwissenschaftlichen Forschung - gut 150 Jahre nach Veröffentlichung des Hauptwerks von Charles Darwin. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Erkenntnis, dass sich komplexe Verhaltensweisen oder molekulare Prozesse nur im Ganzen verstehen lassen, wenn ihr evolutiver Ursprung bekannt ist. Ein Beispiel für solch komplexe Eigenschaften sind die umfangreichen molekularen Signalwege, die angeschaltet werden müssen, um einen Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen.

Kontakt:
Professor Hinrich Schulenburg, Zoologisches Institut der CAU
Tel. 0431/880-4141, E-Mail hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de
Professor Manfred Milinski, Max-Planck-Institut Plön
Tel. 04522/763-254, E-Mail milinski@evolbio.mpg.de
Professor Diethard Tautz, Max-Planck-Institut Plön
Tel. 04522 763-390, E-Mail tautz@evolbio.mpg.de
Professor Thorsten Reusch, IFM-GEOMAR
Tel. 0431/600-4550, E-Mail treusch@ifm-geomar.de

Susanne Schuck | idw
Weitere Informationen:
http://imprs.evolbio.mpg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics