Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Ausbildungschancen im Musikfachhandel - Erstmals Zusatzqualifikationen in Ausbildungsordnung integriert

10.06.2009
Im Musikfachhandel kann ab dem kommenden Ausbildungsjahr zukunftsorientiert ausgebildet werden.

Der modernisierte Ausbildungsberuf "Musikfachhändler/-in" löst den seit 1954 gültigen Vorgängerberuf "Musikalienfachhändler/-in" ab.

Die neue Berufsbezeichnung und die neuen Ausbildungsinhalte tragen den tiefgreifenden Veränderungen im Musikfachhandel Rechnung und verdeutlichen, dass die Berufsangehörigen inzwischen nicht nur mit Musikalien, sondern unter dem wachsenden Einfluss der Musikelektronik auch mit Musikinstrumenten und Tonträgern handeln. Damit wird die Branche in die Lage versetzt, ihren Fachkräftenachwuchs langfristig zu sichern.

An der Modernisierung der Ausbildungsinhalte unter Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wirkten Sachverständige von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen maßgeblich mit. Die neue Ausbildungs¬ordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft.

Erstmals wurden darüber hinaus bei der Neugestaltung eines anerkannten Ausbildungsberufes Zusatzqualifikationen als integraler Bestandteil einer bundesweit gültigen Ausbildungsordnung erlassen, die parallel und ergänzend zur regulären Ausbildung erworben werden können. Die gesetzliche Grundlage hierfür liefert § 49 des im Jahr 2005 novellierten Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Zusatzqualifikationen sind damit erstmals mit ihrer Bezeichnung, dem zeitlichen Umfang, der vorgesehenen Vermittlungsdauer und in der konkreten Ausgestaltung der Prüfungsanforderungen bundesweit einheitlich und verbindlich geregelt. Dadurch werden Transparenz, Qualität, Flexibilität und Verwertbarkeit der Zusatzqualifikationen sowohl für die Absolventinnen und Absolventen als auch für die Unternehmen erhöht.

Beim "Musikfachhändler"/bei der "Musikfachhändlerin" wurden konkret drei Wahlqualifikationen zu den Bereichen Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger in die reguläre Ausbildungsordnung aufgenommen. Eine dieser drei musikspezifischen Spezialisierungen muss in der Ausbildung obligatorisch gewählt, die anderen beiden können als Zusatzqualifikationen parallel zur regulären Ausbildung absolviert werden.

Mit Zusatzqualifikationen sollen insbesondere hoch motivierte und leistungsstarke Jugendliche angesprochen und gefördert werden, die schon während ihrer Ausbildung ihr Profil erweitern wollen, indem sie über die reguläre Ausbildung hinausgehende Qualifikationen erwerben, die in einer gesonderten Prüfung abgenommen und in einem Zeugnis dokumentiert werden.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/de/31680.htm sowie in Heft 3/2009 der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis - BWP" mit dem Themenschwerpunkt "Berufe - Entwicklungen und Perspektiven". Der entsprechende Artikel kann unter http://www.bibb.de/bwp/musikfachhandel kostenlos heruntergeladen werden.

Auskünfte im BIBB erteilen:
Hannelore Paulini-Schlottau; Tel.: 0228 / 107-2423; E-Mail: paulini-schlottau@bibb.de

Silvia Annen; Tel.: 0228 / 107-2418; E-Mail: annen@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de
http://www.bibb.de/bwp/musikfachhandel
http://www.bibb.de/de/31680.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie