Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neu-Ulmer und südafrikanische Studierende entwickeln eLearning-Konzept für Gesundheitsarbeiter

29.06.2012
Studierende und Professoren der Hochschule Neu-Ulm (HNU) und der südafrikanischen Partnerhochschule University of the Western Cape (UWC) entwickelten vor Ort ein Konzept für die mobile Weiterbildung afrikanischer „Community Health Workers“, Gesundheitsarbeiter, die sich in Kapstadts Townships um HIV- und Tuberkulose-Patienten kümmern. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der HOPE Cape Town Association statt.

„Ziel ist es, die Menschen, die in den Townships unterwegs sind, um AIDS- und Tuberkulose-Patienten zu behandeln, kontinuierlich weiterzubilden“, so Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der HNU. In vier deutsch-afrikanischen Teams untersuchten die Studierenden das Lernumfeld, die Bedürfnisse und Vorkenntnisse sowie die IT-Kompetenzen der Gesundheitsarbeiter. Daraufhin entwickelten sie ein Konzept, das Lerninhalte bereitstellt, die zu den individuellen Lerngewohnheiten passen und technisch mobil abrufbar sind.

Die „Community Health Workers“ so genannte Gesundheitsarbeiter, die vor allem mit AIDS und Tuberkulose konfrontiert sind, müssen eine fundierte medizinische Ausbildung haben. Mit einem eLearning-Kurs werden sie auf ihre Tätigkeiten vorbereitet. Die Aufgabe der Projektteams war es, die bestehenden eLearning-Inhalte auf die individuellen Bedürfnisse anzupassen, nutzerfreundlich zu gestalten und die Dienste mobil abrufbar zu gestalten – ob vor Ort in den Townships, in Kliniken oder zu Hause.

„Es war ein sehr interessantes Projekt und ich freue mich schon auszuwerten, wie sich die Arbeit der unterschiedlichen Teams und der unterschiedlichen Menschen auf das Lernen der Gesundheitsarbeiter ausgewirkt hat“, so Markus Brust, HNU-Student und Teilnehmer. Geplant ist, das Projekt weiterzuführen, so dass die HOPE Cape Town Association ein nachhaltiges eLearning-System aufbauen kann. Dazu gehört auch die Bildung eines Netzwerkes mit Universitäten sowie staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen in Südafrika.

Die HOPE Cape Town Association ist eine eingetragene, gemeinnützige Organisation in Südafrika, die im Bereich von AIDS und Tuberkulose in der Provinz Western Cape in Südafrika sehr aktiv ist. Durch den Einsatz von Gesundheitsarbeitern in Township-Kliniken wurde ein Netzwerk gebildet, das die Arbeit des Klinik-Personals erleichtern und verbessern soll. Die Gesundheitsarbeiter helfen in den Tuberkulose-Räumen, bei der HIV-Beratung und der Patientenversorgung. Weitere Informationen: www.hopecapetown.com

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Ulrike Reisach, Kompetenzzentrum Corporate Communications
Ulrike.reisach(at)hs-neu-ulm.de

Theresa Osterholzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-neu-ulm.de/cc

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten