Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Netzwerk der Ostsee-China-Forschungszentren gegründet

29.09.2008
Am 23. September 2008 wurde in Schweden, im Kalmarer Schloss, das "Baltic China Science Park Network" gegründet. Dieses Netzwerk soll die Kooperation und den Erfahrungsaustausch zwischen den Technologie- und Forschungszentren aus dem Ostseeraum und China intensivieren.

In den Vorstand wurden mit Gunnar Prause und Steffi Groth auch zwei Vertreter aus Wismar und Schwerin gewählt, die in den nächsten zwei Jahren zusammen mit dem Vorsitzenden Lars Malmborg die Geschicke des Netzwerkes lenken werden. Bereits in der konstituierenden Sitzung in Kalmar wurde ein Arbeitsprogramm für die folgenden zwei Jahre festgelegt.

An der Eröffnungsveranstaltung im Kalmarer Schloss nahmen Vertreter aus Schweden, Estland, Finnland, Lettland, China (Changxing und Hangzhou/Weihai) sowie Deutschland (Wismar und Schwerin) teil. In jährlichen Arbeitstreffen, die abwechselnd im Ostseeraum und in China stattfinden, wird der Arbeitsplan des Netzwerkes festgelegt. Die Gründung des "Baltic China Science Park Networks" trägt der steigenden Bedeutung des Innovations- und Wissenstransfer in beiden Regionen Rechnung. Insbesondere in China sind in den letzten Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich angestiegen, was sich auch in der zunehmenden Bedeutung von Forschungs- und Technologiezentren ausdrückt. Aber auch der wissenschaftliche Austausch zwischen der Ostseeregion und China soll durch das Netzwerk gefördert werden.

Die Gründung des Netzwerkes erfolgte im Rahmen des jährlich stattfinden "China Baltic Business Forum", was bereits seit langem zwischen der Region Kalmar und den chinesischen Regionen Yangtze Delta und Shandong durchgeführt wird. Bislang war dieses Forum auf die Zusammen¬führung und die Anbahnung von Wirtschaftsbeziehungen konzentriert. Nun erfolgte eine Erweiterung desProgramms auf die Bereiche Innovationsmanagement und Technologieparks. Darüber hinaus hatte die Region Kalmar in diesem Jahr auch Unternehmen aus dem Ostseeraum eingeladen, so dass neben schwedischen Vertretern auch deutsche, estnische und finnische Teilnehmer anwesend waren.

Für die beiden deutschen Vertreter im Vorstand des Netzwerkes, Gunnar Prause und Steffi Groth, ergeben sich durch die Teilnahme insbesondere für die Region Westmecklenburg große Chancen. So verweist Prof. Prause, der an der Hochschule Wismar als Prorektor für Forschung fungiert, auf die Möglichkeiten für den beidseitigen Innovations- und Technologietransfer zwischen dem Ostseeraum und China. "Dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass die chinesischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen sind als in den westlichen Staaten. Voraussichtlich 2010 werden sie mit ca. zwei Prozent bereits über dem europäischen Durchschnitt liegen, d.h. China wird auch als Land für Forschung, Entwicklung und Innovation immer interessanter. Die Zeiten des einseitigen Technologietransfers von West nach Ost gehören damit der Vergangenheit an", führt Prof. Prause aus.

In diesem Zusammenhang stellt Steffi Groth, Geschäftsführerin ATI Westmecklenburg, heraus, dass mit dem steigenden Innovationspotenzial auch die Ansprüche an das Management der chinesischen Forschungs- und Technologiezentren steigen."Hier hat der Ostseeraum einen klaren Vorsprung, den wir durch das Angebot von Beratungsleistungen und speziellen Trainings-programmen für chinesische Teilnehmer gezielt nutzen können", ist Groth überzeugt. Auch der in Kalmar anwesende Vertreter der Hansestadt Wismar, Henrik Fanger, äußerte sich durchweg positiv zur Gründung des Netzwerkes. Aus seiner Sicht bietet es hervorragende Möglichkeiten für die regionale Wirtschaft und auch die Entwicklungen um den Flugplatz Parchim eröffnen der Logistikbranche im Umfeld des Netzwerkes neue Chancen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Gunnar Prause, Tel.: (03841) 753 297 bzw. E-Mail: gunnar.prause@hs-wismar.de oder Anatoli Beifert, Tel.: 03841 753 634 bzw. E-Mail: anatoli.beifert@hs-wismar.de

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

nachricht Max Planck School of Photonics: Nationales Exzellenznetzwerk für Photonikforschung ausgewählt
04.09.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Autonomes Fahren wirft viele Fragen auf

20.09.2017 | Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Molekulare Kraftmesser

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen

20.09.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strom im Flug erzeugen

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik