Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Montage bis Prozesssteuerung: Neue Ausbildungs- und Karrierewege im Metallbereich

03.06.2013
Zwei neue Ausbildungsberufe – „Fachkraft für Metalltechnik“ und „Stanz- und Umformmechaniker/-in“ – sowie der modernisierte Ausbildungsberuf „Fertigungsmechaniker/-in“ strukturieren ab 1. August die Berufsgruppe Metall neu.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die neuen Ausbildungsberufe im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Sachverständigen aus der beruflichen Praxis erarbeitet.

Der neue zweijährige Ausbildungsberuf „Fachkraft für Metalltechnik“ löst elf „Altberufe“ ab, der dreijährige Ausbildungsberuf „Fertigungsmechaniker/-in“ wurde grundlegend modernisiert und der ebenfalls dreijährige Ausbildungsberuf „Stanz-und Umformmechaniker/-in“ für komplexe Bearbeitungsverfahren neu geschaffen.

Um passgenaue Berufsprofile zu entwickeln und den weiterhin bestehenden Ausbildungsbedarf der „Altberufe“ abzudecken, erfolgte im Rahmen der Komplettierung der „Berufsgruppe Metall“ eine grundlegende Zusammenfassung und Neugestaltung zu einem zweijährigen, anschlussfähigen Ausbildungsberuf „Fachkraft für Metalltechnik“ mit den Fachrichtungen Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Umform- und Drahttechnik sowie Zerspanungstechnik. Die Ausbildung bietet Bewerberinnen und Bewerbern neben den bisherigen Berufen der Metallindustrie ein zusätzliches Angebot zum Einstieg in das Berufsleben. Nach erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung kann die Berufsausbildung unter Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit – je nach Fachrichtung – in verschiedenen drei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufen fortgesetzt werden.

Mit der Modernisierung der Ausbildung zum/zur „Fertigungsmechaniker/-in" wird die bereits 16 Jahre alte Vorgängerregelung abgelöst. Entwicklungen wie die stetig wachsende Bedeutung von Prozessorientierung und Qualitätssicherung sowie technologische Fortschritte in der Fertigung und Montage von industriellen Serienerzeugnissen werden nun angemessen berücksichtigt. Neu bei der Ausbildung der Fertigungsmechaniker/-innen, bei der die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik angerechnet werden kann, ist auch die gestreckte Abschlussprüfung.

Die neue Ausbildung zum/zur „Stanz- und Umformmechaniker/-in“ trägt dem Bedarf nach einem Beruf Rechnung, mit dem Aufgaben der Programmierung von Stanz- und Umformanlagen sowie der Prozesssteuerung beherrscht werden. Die Arbeitsgebiete liegen in Serienproduktionslinien der Industrie sowie bei Unternehmen, in denen Präzisionsstanz- und Biegeteile sowie Produkte in der „Folgeverbundtechnik“ hergestellt werden, das heißt mit einer Fertigungstechnologie, die in einem Werkzeug verschiedene Prozessschritte vereint – wie beispielsweise Stanz-, Biege-, Zieh- und Prägeoperationen.

Arbeitsmöglichkeiten bieten sich vor allem im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau, im Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Medizin-, Elektronik-, Luft-, Raumfahrt- und Telekommunikationsindustrie.

Die Ausbildung erschließt zudem attraktive Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten wie die Fortbildung zum/zur „Industriemeister/-in – Fachrichtung Metall“ und zum/zur „Staatlich Geprüften Techniker/-in“.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Ansprechpartner im BIBB:
Petra Jones, E-Mail: jones@bibb.de
Torben Padur, E-Mail: padur@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie