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Monitoring-Bericht 2013 zum Pakt für Forschung und Innovation erschienen

10.07.2013
Monitoring-Bericht 2013 zum Pakt für Forschung und Innovation:
Deutsche Wissenschaft in der internationalen Spitzengruppe

Deutschlands Wissenschaft ist im globalen wissenschaftlichen Wettbewerb gut aufgestellt. Sie trägt durch ihre Aktivitäten wesentlich dazu bei, den High-Tech-Standort Deutschland und seine Wirtschaft im internationalen Wettbewerb sowie die wissenschaftliche und technologische Position zu stärken.

Diese Feststellung hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz kürzlich erneut getroffen und damit das diesjährige Monitoring über den Vollzug des Paktes für Forschung und Innovation abgeschlossen. Der von der GWK verabschiedete Bericht liegt nun auch als gedruckte Broschüre vor und kann als Heft 33 der "Materialien der GWK" beim Büro der GWK angefordert werden. Elektronisch ist der Bericht abrufbar unter http://www.pakt-fuer-forschung.de/index.php?id=330.

Der Pakt für Forschung und Innovation war im Jahr 2005 zunächst für den Zeitraum 2006 bis 2010 abgeschlossen worden und wurde inzwischen bis zum Jahr 2015 fortgeschrieben. Bund und Länder haben sich mit dem Pakt verpflichtet, ihre Zuwendungen an die großen Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft) bis 2010 jährlich um drei Prozent, seit 2011 jährlich um fünf Prozent zu erhöhen. Nicht zuletzt diesen außerordentlichen finanziellen Anstrengungen, die Bund und Länder seit 2006 bei der Förderung der außeruniversitären Forschung unternommen haben, ist die Spitzenstellung der deutschen Wissenschaft zu verdanken.

Leistung und Gegenleistung: Die Wissenschaftsorganisationen haben sich mit dem Pakt verpflichtet, Effizienz und Qualität ihrer Forschungsaktivitäten auszubauen, ihre Vernetzung untereinander, mit den Hochschulen sowie der Wirtschaft voranzutreiben, neue Forschungsbereiche strategisch zu erschließen und um die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu werben. Über die Ergebnisse gibt ein jährlicher Monitoring-Bericht Auskunft (die seit 2007 erschienenen Berichte sind auf http://www.pakt-fuer-forschung.de/index.php?id=330 abrufbar).

Der vorliegende Bericht zeigt erneut, dass es die Verlässlichkeit des Paktes für Forschung und Innovation den beteiligten Organisationen ermöglicht, mittel- bis langfristig strategisch zu agieren, wichtige Zukunftsthemen frühzeitig aufzugreifen und im internationalen Wettbewerb zum Erfolg zu führen. Die deutsche Wissenschaft konnte ihre gute Positionierung im internationalen Wettbewerb erneut behaupten. Investitionen in Wissenschaft und Forschung zahlen sich aus; sie sind ein langfristig wirkender Treiber für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Deutschland ist mit einem Anteil von 12,1 % Spitzenreiter im Welthandel mit forschungs- und entwicklungsintensiven Hightech-Produkten und nach Schweden das innovativste Land Europas.

Nicht zuletzt um diese Spitzenstellung zu halten und möglichst auszubauen, sehen Bund und Länder weiteren erheblichen Handlungsbedarf bei der Aufgabe, Frauen für die Wissenschaft zu gewinnen. Die Forschungsorganisationen haben zwar kontinuierliche, im Ergebnis aber nur begrenzte Steigerungen des Frauen-Anteils in Führungspositionen. Es bleibt eine zum Teil gravierende Unterrepräsentanz von Frauen insbesondere (aber nicht nur) in Leitungspositionen bestehen. Die Dynamik der erreichten Veränderungen ist nicht zufriedenstellend. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat die Forschungsorganisationen deshalb bereits vor zwei Jahren aufgefordert, flexible Zielquoten für die Gewinnung von weiblichem Nachwuchs und Führungskräften einzuführen. Erstmals in diesem Bericht legen die Forschungsorganisationen ihre jeweiligen Zielquoten vor. Bund und Länder begrüßen diesen Fortschritt, sie stellen jedoch zugleich fest, dass die jeweiligen Zielquoten noch nicht hinreichend sind, um mittelfristig eine angemessene Repräsentanz von Frauen in der Wissenschaft zu erreichen. Sie erwarten von den Forschungsorganisationen eine Überprüfung der Zielquoten mit dem Ziel einer Annäherung an die vom Wissenschaftsrat verlangten Veränderungsgeschwindigkeiten. Für eine Optimierung der jeweiligen Kaskadenmodelle, der Zielquoten sowie der Klarheit und Transparenz halten es Bund und Länder zudem für erforderlich, die Zielquoten so ambitioniert zu formulieren, dass rasche Effekte in der Gleichstellung erreicht werden.

Daher fordern Bund und Länder die Organisationen auf, nicht nur die jeweiligen Instrumente verstärkt zu nutzen, sondern auch zu prüfen, inwieweit zusätzlich best practice anderer Organisationen genutzt werden kann. Aktive Rekrutierungsbemühungen sind ebenso unentbehrlich wie eine Positionierung als attraktive familienfreundliche Arbeitgeberin mit transparenten Karriereperspektiven, Mentoring- und Dual Career- Angeboten, die institutionenübergreifend die Möglichkeiten der jeweiligen Wissenschaftsregion nutzen.

Rebekka Kötting | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwk-bonn.de

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