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Minister Pinkwart eröffnet in Siegen die erste von 17 neuen Forschungsschulen in Nordrhein-Westfalen

21.11.2008
Programm ermöglicht "Turbo-Promotion" in internationalen Nachwuchsgruppen

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat in Siegen die Forschungsschule "Multi Moderal Systems for Enviroment Exploration and Safety" (MOSES) eröffnet. Es ist der Startschuss für insgesamt 17 neue Forschungsschulen, die im Wintersemester in NRW ihre Arbeit aufnehmen.

Mit dem Programm erhalten herausragende Studierende die Möglichkeit, innerhalb einer strukturierten Graduiertenausbildung schnell und systematisch zu promovieren. Wer in das Exzellenz-Programm aufgenommen wird, erhält ein monatliches Stipendium in Höhe von bis zu 1.300 Euro. Insgesamt stellt das Land in den nächsten fünf Jahren 36 Millionen Euro für die Forschungsschulen zur Verfügung.

Innovationsminister Pinkwart sagte: "Ein wesentlicher Vorteil der Forschungsschulen ist die verkürzte Promotionszeit. Durch die Stipendien und die Einbindung in eine internationale Forschungsgruppe wird die Promotion systematischer und planbarer."

Mit dem neuen Angebot, das in der Regel von mehreren Hochschulen gemeinsam getragen wird, sollen insbesondere Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland geworben werden, um die Internationalisierung der Hochschulen und Forscherkooperationen auszubauen. Pinkwart sagte: "Unser Ziel ist es, dass 50 Prozent der Promovenden aus dem Ausland zu uns nach NRW kommen". Zur Finanzierung der Forschungsschulen erhalten die Hochschulen die Hälfte ihrer Projektkosten aus Landesmitteln, maximal 500.000 Euro pro Jahr. Die Promotionsstudiengänge werden fünf Jahre lang gefördert.

Die neuen Forschungsschulen befassen sich unter anderem mit Fragen der Energieeffizienz und CO2-Minderung, der Stoffwechselprozesse im Körper oder mit Fragen des demographischen Wandels und seinen wirtschaftlichen Konsequenzen. Weitere Themen sind in den Bereichen Biomedizin, Logistik und Nanotechnologie angesiedelt.

Die NRW-Forschungsschulen sind eingebunden in exzellente Forschungsbereiche der jeweiligen Universität. Folgende Hochschulen starten ihre Forschungsschulen in Wintersemester 2008/09:

RWTH Aachen
Brennstoffgewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen
Universität Bielefeld / Technische Universität
Dortmund Education and Capabilities
Universität Bochum
NRW-Research School of Medical Neuroscience Bochum (BoNeuroMed)
Technische Universität Dortmund / Universität Bochum
Energieeffiziente Produktion und Logistik
Universität Bonn
Biotech-Pharma
Universität Bonn
LIMES Chemical Biology
Universität Bonn / RWTH Aachen
Bonn-Aachen International Research School on Applied Informatics (B-IT Research School)
Technische Universität Dortmund
Forschung mit Synchrotronstrahlung in den Nano- und Biowissenschaften)
Technische Universität Dortmund / RWI / Universität Bochum / Universität Duisburg-Essen

Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ)

Universität Düsseldorf
BioStruct
Universität Köln
A.R.T.E.S. - Anthropologie-Rezeption-Transkulturation-Episteme-Sprache
Universität Köln
Cologne Graduate School in Management, Economics, and Social Sciences
Universität Köln
From embryo to old age: the cell biology and genetics of health and disease
Universität Münster
International Graduate Program for Cell Dynamics and Disease (CEDAD Graduate program)
Universität Münster
Molecules and Materials - A Common Design Principle
Universität Paderborn
Self-Coordinating Distributed Systems
Universität Siegen
Multi Modal Sensor Systems (MOSES) for Environmental Exploration and Safety

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

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