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Membrantechnologien für den Klimaschutz

27.10.2011
Auch in den nächsten Jahrzehnten wird die Energieversorgung noch auf fossilen Rohstoffen basieren. Umso wichtiger ist es, Verfahren zu entwickeln, um die beim Verbrennungsprozess entstehenden Treibhausgase abzutrennen.

Mit dem neuen Portfoliothema „Gasseparationsverfahren für CO2-freie fossile Kraftwerke“ verstärkt die Helmholtz-Gemeinschaft die Forschung auf diesem Gebiet. Vier Helmholtz-Zentren und vier Universitäten treiben gemeinsam die Entwicklung neuartiger Membrantechnologien zur CO2-Abscheidung voran.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert das Vorhaben bis 2014 mit jährlich 3,5 Millionen Euro, die Partner investieren Mittel in gleicher Höhe. Im Anschluss kann das Thema im Rahmen der Helmholtz-Forschungsprogramme weitergeführt werden.

„Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, müssen wir Treibhausgase aus fossilen Kraftwerken abtrennen, ohne dessen Wirkungsgrad erheblich zu reduzieren. Die Helmholtz-Allianz MEM-BRAIN hat gezeigt, dass Membrantechnologien dieses Potenzial besitzen. Mit dem neuen Portfoliothema setzen wir daher auf die Weiterentwicklung von Gasseparationsverfahren mit neuartigen Polymer- oder keramischen Membranen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Insbesondere wollen die Forschungspartner Fragen der Material- und Werkstoffforschung klären und Membrankomponenten weiterentwickeln, um die Fertigung von Hochleistungsmembranen zu optimieren. Darüber hinaus werden Szenarien für eine günstige und sinnvolle Integration der Abtrennungsmembranen in Kraftwerken erstellt. In zehn bis zwölf Jahren sollen damit leistungsfähige Membransysteme für verschiedene Abtrennungstechnologien zur Verfügung stehen.

Zum Hintergrund: Der Portfolioprozess in der Helmholtz-Gemeinschaft Die Bundesregierung hat den Forschungsorganisationen im Pakt für Forschung und Innovation einen jährlichen Aufwuchs zugestanden, um Zukunftsthemen aufzugreifen, den Nachwuchs zu fördern und das Wissenschaftssystem in Deutschland noch leistungsfähiger zu machen. Aus einem Teil dieses Aufwuchses fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine Reihe von Portfolio-Themen, die Expertinnen und Experten aus allen Helmholtz-Zentren in einem groß angelegten Prozess als besonders zukunftsträchtig identifiziert hatten. Von dieser Förderung profitieren auch die universitären Forschungspartner. Ab der nächsten Förderperiode werden die Portfolio-Themen als Teil der Forschungsprogramme weitergeführt.

Partner beim Vorhaben „Gasseparationsmembranen für CO2-freie fossile Kraftwerke“: Forschungszentrum Jülich (Sprecher Dr. Hans Peter Buchkremer) Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie Karlsruher Institut für Technologie RWTH Aachen Ruhr-Universität Bochum University of Twente Universidad Politecnica de Valencia

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). ARö
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