Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mathematik greifbar - Fraunhofer SCAI und WestLB-Stiftung setzen sich für praxisnahen Matheunterricht ein

17.02.2010
Mathematik begegnet uns im Alltag in Form moderner Technologien wie MP3-Player oder Navigationsgerät. Ein zeitgemäßer Mathematikunterricht sollte an solchen lebensnahen Beispielen anknüpfen. Fraunhofer SCAI entwickelt hierzu in einem Pilotprojekt Unterrichtsmodule, welche die Mathematik hinter modernen, lebenspraktischen Anwendungen aufgreifen.

Ob MP3-Player, das Navi im Auto oder die EC-Karte beim Shoppen: In all diesen Geräten ist Mathematik real geworden. Ein zeitgemäßer Mathematikunterricht sollte an solchen lebensnahen Beispielen anknüpfen, um das Interesse für mathematikbasierte Fächer zu wecken und entsprechende Fähigkeiten zu fördern.

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI engagiert sich für einen praxisorientierten Mathematikunterricht. An der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre entwickelt das Institut Unterrichtsmodule, welche die Mathematik hinter modernen, lebenspraktischen Anwendungen aufgreifen.

Ein im Januar mit Unterstützung der WestLB-Stiftung Zukunft NRW gestartetes Pilotprojekt soll den Lehrkräften Material für spannende, innovative Unterrichtseinheiten an die Hand geben. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, begrüßt diese Initiative: "Ich wünsche mir, dass der Mathematikunterricht in unseren Schulen motivierend, anregend und anschaulich ist. Gerade Nordrhein-Westfalen als Standort vieler Unternehmen im Mobilfunk, im Maschinenbau und anderer High-Tech-Industrien kann nicht genug Naturwissenschaftler und Ingenieure haben."

Die Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands hängt zunehmend von der Aufstellung in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ab. Um diese zu stärken, muss der Trend rückläufiger Qualifikationen auf dem Gebiet der Mathematik nachhaltig umgekehrt werden. "Die Mathematik und ihre Anwendungen haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant weiter entwickelt. In unserer Schulwirklichkeit sind diese Entwicklungen bisher jedoch kaum angekommen", sagt Ulrich Trottenberg, Leiter des Fraunhofer SCAI und Lehrstuhlinhaber an der Universität zu Köln. Er schlägt einen Katalog von Maßnahmen zur gezielten Stärkung der mathematischen Kompetenzen vor.

In einem ersten Schritt sollen innovative Lehrmodule zur Schulung des mathematisch-algorithmischen Denkens entwickelt und an Schulen in NRW erprobt werden. Das Pilotprojekt wird von der WestLB-Stiftung gefördert. Joachim Minnemann, Vorstand der Stiftung, betont: "Die Entwicklung innovativer Lehrmodule zur Schulung des mathematisch-algorithmischen Denkens kann einen Durchbruch zur Stärkung der Kompetenzen in Mathematik und MINT-Fächern bewirken und einen neuartigen wirtschaftsfördernden Transfer von Know-How in die Praxis herbeiführen."

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI ist Partner der Wirtschaft für Computersimulation und Optimierung sowie für Informationsextraktion aus großen Datenbeständen. Das Institut modelliert und optimiert industrielle Anwendungen, entwickelt Software und Services für Produktentwurf, Prozessentwicklung und Produktion, und bietet Berechnungen auf Hochleistungscomputern.

Kontakt:
Dr. Ute Gärtel-Zafiris
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
53754 Sankt Augustin
Telefon: 02241/14-2178
ute.gaertel-zafiris@scai.fraunhofer.de

Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Im Focus: Basler Forschern gelingt die Züchtung von Knorpel aus Stammzellen

Aus Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen lassen sich stabile Gelenkknorpel herstellen. Diese Zellen können so gesteuert werden, dass sie molekulare Prozesse der embryonalen Entwicklung des Knorpelgewebes durchlaufen, wie Forschende des Departements Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel im Fachmagazin PNAS berichten.

Bestimmte mesenchymale Stamm-/Stromazellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gelten als äusserst viel versprechend für die Regeneration von Skelettgewebe....

Im Focus: Basel researchers succeed in cultivating cartilage from stem cells

Stable joint cartilage can be produced from adult stem cells originating from bone marrow. This is made possible by inducing specific molecular processes occurring during embryonic cartilage formation, as researchers from the University and University Hospital of Basel report in the scientific journal PNAS.

Certain mesenchymal stem/stromal cells from the bone marrow of adults are considered extremely promising for skeletal tissue regeneration. These adult stem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Mai zum 7. Mal an der Hochschule Stralsund

12.04.2018 | Veranstaltungen

Materialien erlebbar machen - MatX 2018 - Internationale Konferenz für Materialinnovationen

12.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Laser erzeugt Magnet – und radiert ihn wieder aus

18.04.2018 | Physik Astronomie

Neue Technik macht Mikro-3D-Drucker präziser

18.04.2018 | Physik Astronomie

Intelligente Bauteile für das Stromnetz der Zukunft

18.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics